Erste Hilfe bei Verbrennungen Öl, Mehl, Zahnpasta - Was ist dran an Hausmitteln?

Doch Achtung: Diese Regeln gelten nur für kleine Verbrennungen. Die Faustregel lautet: Wenn die geschädigte Haut größer als etwa zwei DIN-A-4-Blätter ist, sollte sie nicht gekühlt werden. Man riskiert in diesem Fall, dass der Körper zu viel Wärme verliert und auskühlt.

4. Cool-Packs und Eis helfen am besten

Die meisten Experten raten davon ab, die Haut zu stark zu kühlen. Die Wirkung von Eis und Kühlpacks ist nicht besser als die von kaltem Leitungswasser. Dafür besteht bei den Eispackungen das Risiko von lokalen Erfrierungen.

5. Hausmittel sind schonende Alternativen

Mehl, Essig, Öl, Zahnpasta: Viele Menschen haben einen Tipp auf Lager, wie Brandwunden garantiert besser heilen. Doch keine der zweckentfremdeten Haushaltsutensilien ist wirksam. Dafür können sie schädlich sein: Der Arzt kann die derart zugeschmierte Wunde schlechter einschätzen. Und sie kann sich infizieren. Die Erste-Hilfe-Regeln sagen ganz klar: Keinerlei Hausmittel bei Verbrennungen!

6. Immer Brandsalben auftragen

Bei kleinen, oberflächlichen Verbrennungen spricht nichts gegen kühlende Salben. Für tiefergehende und größere Verletzungen gilt das gleiche wie für Hausmittel. Salben können die Wunde infizieren und die Diagnose erschweren - und sollten deshalb weggelassen werden.

7. Brandblasen immer öffnen

Brandblasen heilen nicht besser, wenn sie geöffnet werden. Im Gegenteil: Es besteht die Gefahr, dass Keime in die Wunde geraten. Wenn eine Blase schmerzt, kann ein Arzt Flüssigkeit absaugen.

8. Möglichst viel frische Luft an die Wunden lassen

Oberflächliche Brandwunden kann man gut an der Luft abheilehn lassen. Ist die Haut dagegen schwerer geschädigt, soll sie abgedeckt werden, um Infektionen vorzubeugen.