Ernährung Gesunde Kost kostet

Mehr Obst und Gemüse kostet mehr Geld.

Gesundes Essen muss gar nicht teuer sein? Harvard-Wissenschaftler haben diese oft gehörte Behauptung überprüft und kommen zu dem Schluss: Vitaminreiche, frische Speisen können das Budget ärmerer Familien durchaus belasten.

Für rund einen Euro mehr pro Tag können Gesundheitsbewusste ihre Ernährung umstellen und besser essen: Statt industriell verarbeitete Lebensmittel oder viel Fleisch zu kaufen, könnten mit 1,10 Euro täglich pro Person mehr Früchte, Gemüse, Fisch oder Nüsse gegessen werden, errechneten Wissenschaftler aus den USA in einer Studie, die am Freitag in der Fachzeitschrift BMJ Open veröffentlicht wurde.

Die Forscher werteten dazu bereits vorliegende Studien über Essgewohnheiten in rund zehn Ländern mit höherem oder mittlerem Einkommen aus, darunter die USA, Frankreich, Spanien, Brasilien und Südafrika.

Der Wissenschaftler Dariush Mozaffarian von der Harvard Medical School in den USA bilanzierte, dass über ein ganzes Jahr gerechnet zusätzliche Kosten von rund 400 Euro pro Person entstehen würden, wenn gesundes Essen statt des am wenigsten gesunden Essens gekauft werde. Er räumte ein, dass dies eine "wirkliche Last" für manche Familien sein könne, und sprach sich für einen sozialen Ausgleich aus.

Überflüssiges im Überfluss

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