Die Jongleure in den Handelssälen der Finanzmetropolen haben das Feuer gelegt, und kaum ist es unter Kontrolle, drehen sie schon wieder das große Rad.
Der Gipfel der Finanzkrise mag überwunden sein, aber die Wut über die Banker wächst. Kein Wunder: Die Jongleure in den Handelssälen von New York, London und Frankfurt haben die Welt in Brand gesteckt, und kaum ist das Feuer einigermaßen unter Kontrolle, drehen sie schon wieder das große Rad. Sie häufen Risiken an und genehmigen sich Bonuszahlungen, so, als wäre nichts geschehen.
Die wichtigsten Infos auf schnellem Blick: Die Wall Street ist immer in Bewegung. (© Foto: AFP)
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Das ist auch ein Klischee, gewiss, aber es ist im Kern richtig - mit einer wichtigen Einschränkung allerdings: Der Halbsatz "so, als wäre nichts geschehen" beruht auf einem Missverständnis.
In Wirklichkeit versuchen die Banken gerade, die Lehren aus der Krise zu ziehen: möglichst schnell möglichst viel Geld verdienen, um sich gegen neue Schocks zu wappnen. Sie konzentrieren sich auf das Geschäft, das die höchsten Renditen verspricht - die Spekulation mit riskanten Wertpapieren.
Ein wenig ähnelt ihr Verhalten dem eines Mannes, der seinen Kater dadurch zu bekämpfen sucht, dass er am Morgen nach der Party weitersäuft.
Insofern sind die Boni und andere Exzesse kein Zeichen dafür, dass die alten Zeiten an der Wall Street wiederkehren, sondern dafür, dass die Krise noch lange nicht vorbei ist. Und das macht die Lage brandgefährlich.
Die große Krise ist einst wegen der Illusion des schnellen Geldes ausgebrochen, die Banken brachen zusammen, weil der Zeithorizont ihrer Entscheidungen immer kürzer geworden war, und weil sie geglaubt hatten, Risiken kalkulieren zu können, die in Wirklichkeit kein Mensch beherrschen kann.
Noch kurzsichtiger
Eigentlich wissen daher alle, dass der Zeithorizont in den Unternehmen größer werden muss, wenn sich eine ähnliche Katastrophe nicht wiederholen soll. Tatsächlich jedoch ist die Perspektive in der Krise noch kurzsichtiger geworden.
Dies hat eine wenig beachtete Studie aus den Vereinigten Staaten belegt. Die Unternehmensberatung James F. Reda aus New York untersuchte die Geschäftsberichte von 200 großen amerikanischen Unternehmen und versuchte herauszufinden, wie sich die Bezahlung der Manager durch die Krise verändert hat.
Das schockierende Ergebnis: Die Anreizsysteme werden in diesem Jahr nicht etwa langfristiger orientiert sein, wie man nach all den hehren Worten der vergangenen Monate hätte hoffen können, sie werden kurzfristiger. Richtig wäre es zum Beispiel, Boni in Form von Aktien zu gewähren, die dann drei bis fünf Jahre lang nicht verkauft werden dürfen.
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Christopher Lee zum 90.
Nicknoris hat seine Schulden in Euro aufgenommen. Entweder ist der was Wert oder nicht. Jetzt sollten sie sich einig werden. Die Erde kann auch nicht gleichzeitig flach und kugelförmig sein. Geht einfach nicht.
"Die Bösewichter saßen also"
Sie glauben an das Gut-Böse Prinzip von Bush jun? Hätte nicht gedacht das der Ex-Präsident hier noch Anhänger hat. Seis drum. Ich habe Bush nicht geglaubt und ich glaube ihnen genauso wenig.
ist genauso wenig wert, wie der Dollar. Nämlich rein gar nichts. Das System ist ja auch darauf angelegt, für einige wenige "alles" zu bekommen "für nichts".
Deshalb muss und wird der arme Nicknoris seine Schulden behalten. Denn die Banken lassen sich gerade vom Bürger und seinen Ur-Ur-Enkeln dafür bezahlen, sich von diesem retten zu lassen.
Keine Sorge also. Die Schulden bleiben, auch wenn die Währung "gassigeht".
Darum sollte Nicknoris sein Geld in aller Stille von der Bank holen und sich Gold kaufen. Oder Grund und Boden.
Und die Banken zur Hölle schicken.
"Ihrer These von der persönlichen Gier einiger Bösewichte als Ursache der Finanzkrise folge ich nicht." Sollten Sie aber, weil die These der Realität entspricht.
Es sind allerdings nicht die Börsenwichte (die folgen nur ihrer schäbigen Gier, eines der Erbübeln der Menschheit),sondern es waren die Bösewichter in der Regierung der USA und in der US-amerikanischen Notenbank. Die US-amerikanische Notenbank unter Greenspan hat nicht aus Konjunkturgründen die Zentralbankkredite für US-Banken so preisgünstig gemacht, sondern alleine deshalb, damit Bush seine unverantwortlichen Kriege über die Banken finanzieren konnte, die sich wiederum bei der Zentralbank refinanzierten. Hitler hat dies mit den Mafo-Wechslen gemacht. Da Greenspan aber zuviel Bankengeld schuf, wurde dieses im Wortsinne überflüssige Geld auf der internationalen Spielbank gesetzt, in der Hoffnung nur zu gewinnen. In einer Spielbank soll es aber auch vorkommen, dass Spieler in Reihenfolge verlieren. Und das ist AIG, Lehman Brothers und den US-amerikanischen Bausparkassen passiert. Wenn alle reich werden wollen, muss es einige geben, die geben, die also arm werden. so lautet die Spielregel in einem Nullsummenspiel. An der Börse werden keine Werte geschaffen, sondern nur Preise festgestellt.
Die Bösewichter saßen also in Washington DC. Obama hat leider das Spiel mit noch höherem Druck von Notenbankgeld erhöht.
Davon liest man nichts in dem Kommentar von H. Pieper. Leider. Offenbar dürfen diese allgemein verfügbaren Informationen dem deutschen Leser nicht vermittelt werden.
Unternehmer hingegen gingen an die Börse, nicht um zu spielen, sondern um sich Kapital zu besorgen, dass die Banken ihnen nicht gaben. Also Risikokapital mit höherer Verzinsung als ein Sparbuch. Mit dem Risiko des Verlustes. Das waren mal die Spielregeln.
Heute ist die Börse zu einer Spielhölle verkommen, die mit Marktwirtschaft und Kapitalbeschaffung nichts mehr zu tun hat, sondern nur der Absorption überflüssigen Geldes dient. Ich vergleiche die Börse heute mit den Pyramiden der Pharaonen. Gleichermassen nutzlos, nur dem Versenken überflüssiger Ressourcen gewidmet, aber die Beteiligten bilden sich ein, damit im Leben ein Verdienste zu erwerben, das sich dann im Jenseits auszahlt.
Na, da werden sich einige wundern, wenn sie feststellen, dass die wohlgefüllten Taschen in ihrem letzten Hemd nur mit Papier ausgepolstert sind. Einer Währung, die im Hades -verdammt seien sie- nicht gilt.
Wenn sie recht hätten, dann wäre der Euro bald nichts mehr Wert. Somit hätte nicknoris auch keine Schulden mehr. Dann wäre er doch nicht reingefallen.
Paging