Er bräuchte eigentlich das Blech nicht, um Geld zu verdienen: Mit trickreichen Geschäften fährt Porsche-Finanzchef Holger Härter Milliarden- gewinne ein.
Porsche ist schon ein in vieler Hinsicht bemerkenswertes Unternehmen. Nicht nur, was den seinerzeit, 2005, alle Welt überraschenden Einstieg des David aus Zuffenhausen beim Goliath Volkswagen in Wolfsburg und den bis heute eskalierenden Machtkampf darüber anbetrifft, wer bei VW eigentlich die Regie führt.
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"Härter ist das, was man einen exzellenten Strategen nennt," zollt Holger Härter sogar ein Frankfurter Investmentbanker Lob. (© Foto: ddp)
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Acht Milliarden Euro Umsatz, elf Milliarden Gewinn
Porsche hat es sogar geschafft, - bis dato einmalig in der Geschichte der Konzerne - eines der Grundgesetze der Betriebswirtschaftslehre außer Kraft zu setzen: Gewinn ist gleich Umsatz minus Kosten und damit immer kleiner als der Erlös. In Kürze wird der Sportwagenbauer seine vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2007/08 vorlegen, die schon Ende Juli durchsickerten. Von Anfang Juli 2007 bis Ende Juli 2008 wird Porsche um die acht Milliarden Euro Umsatz eingefahren haben, aber elf Milliarden Euro Gewinn verzeichnen. Wie das geht? Durch Spekulationsgeschäfte, wie denn sonst.
"Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, dürften wir wieder ein Ergebnis erzielen, bei dem wir die Freudentränen nur schwerlich unterdrücken können", hatte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking schon auf der Hauptversammlung im Januar vielsagend die Pythia gegeben. Aber er, der Automann, der Spezialist für Technik und Produktion, schaffte solche Rekordgewinne mit noch so viel Effizienzbesessenheit und Kostenbewusstsein bei der Herstellung der 911er, der Boxster und Cayennes nicht allein. Ohne seinen Beifahrer Holger Härter wäre Porsche nicht ganz das, was es heute ist, nämlich der profitabelste Autohersteller der Welt.
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Venizelos kritisiert IWF-Chefin
Was hat der Erfolg von Porsche mit unseren Steuergeldern zu tun? Kann es sein, das ihr Kommentar im falschen Artikel gelandet ist?
Von der Rettung durch den Staat haben die Eigentümer meist recht wenig. Wie ihr Beispiel mit der IKB zeigt. Die Aktien der Aktionäre waren da fast wertlos.
Und wenn er dann mal nicht recht haben sollte, dann hofft er, dass er(seine Firma) groß genug ist, damit er staatlicherseits gerettet wird, um Schaden von der gesamten Volkswirtschaft abzuwenden. So einfach ist das - siehe Vereinigte Staaten, siehe IKB u.s.w.
palmcoast
Sehr merkwürdige Ansicht, einen erfolgreichen Geschäftsmann damit zu diskreditieren, er hätte ja auch scheitern können.
Merke: "Der Erfolgreiche hat immer Recht!"
Korrektes Verhalten im Rahmen der Gesetze ist unterstellt. Wem dann etwas nicht gefällt, der sollte sich an die Gesetzgebung wenden.
Was dieser Herr Härter oder einer seiner Nachfolger wohl sagen wird, wenn er mit seinen grandiosen Spekulationen großartig auf die Schnauze fällt. "Tut mir leid, aber das wirtschaftliche Umfeld oder etwas ähnliches sind schuld daran". Un dann setzt man sich halt mit seiner Abfindung zur Ruhe, während Aktionäre, Mitarbeiter und unbezahlte Zulieferer sowie der Steuerzahler auf dem Minus sitzen bleiben.
Wenn nur die Kommunisten nicht auch alle korrupt wären, sobald sie in entsprechende Positionen aufgestiegen sind, man müßte sie glatt wählen.
palmcoast
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