Als die Staatsanwaltschaft Zürich Ende 2007 entschied, nicht gegen die Bankiers zu ermitteln, da trat Elmer endlich selbst ins Licht. Er veröffentlicht seine Datensätze jetzt im Internet bei wikileaks und wirft der Bank vor, durch ihre Offshore-Konstrukte selbst Steuern zu hinterziehen.
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Die Bank ist gegen wikileaks vergeblich vor Gericht gezogen und kann jetzt nur noch mitteilen, die Dokumente seien "gefälscht und gestohlen".
Es klingt selten ohnmächtig, wenn das Bankhaus Bär hinzufügt: "Wir sind stets bemüht, im besten Interesse unserer Kunden zu handeln." Auf seiner Website swisswhistleblower.com ruft Elmer derweil dazu auf, ihm zu folgen. Er will allen ein Forum geben, die Alarm schlagen.
Den Preis zahlt er jetzt wieder einmal selbst. Am 6. Februar schrieb ihm seine neue Firma: "Lieber Rudolf, wir haben erfahren von einem schweren Fehlverhalten, das unsere Bank gefährden könnte." Elmer möge nicht mehr ins Büro kommen. Es ist nicht klar, ob der Hinweis von der Bank Bär kam, jedenfalls hat Elmer zum dritten Mal einen Bankjob verloren. Da er keine Arbeit mehr hat, wird er Mauritius verlassen müssen. Er weiß noch nicht, wo er hin soll und was wird.
Allmählich dämmert ihm, dass es keine Doppelrolle geben kann, als Bank-Angestellter und als Ankläger. Seine Karriere ist wahrscheinlich beendet. "Das ist der Preis, den ich zahlen muss, um diese Sache abzuschließen." Manchmal denkt er wieder an den alten Piraten Blackbeard. Im 18. Jahrhundert brachte ihn schließlich der britische Lieutenant Robert Maynard zur Strecke, mit einer List: Maynards Boot näherte sich, scheinbar unbesetzt, dem Schiff des Piraten, was die Ganoven an Bord lockte. Da stampfte Maynard auf das Deck, seine Männer stürmten nach oben und bereiteten Blackbeard ein blutiges Ende.
Im Kampf gegen die Finanzpiraten der Neuzeit sieht sich Elmer wie ein Lieutenant Maynard, der keine Soldaten hat. Wenn er in seinem Boot stampft, schaukelt es gewaltig, aber niemand kommt.
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(SZ vom 8.4.2008/sme/jkr)
Venizelos kritisiert IWF-Chefin
Video gibt's hier;
http://www.sf.tv/sf1/rundschau/index.php?docid=20080402
Besonderes Augenmerk möchte ich noch empfehlen auf den Elmer Versuch, jüdische Bankkunden separat zu erpressen, indem er mitteilte, dass deren Bankdaten insbesondere der NPD zugespielt werden würden. Das kann von meiner Seite völlig unkommentiert bleiben.
Als letztes sei erwähnt, dass Elmer nach dem Interview per Email - unterschrieben mit Bankhaus Bär - dem Reporter wörtlich androhte "we will kill you".
Alles live im o.a. Video nachzuhören und -sehen.
den Herrn Elmer herum ein wenig darzustellen. Zu den Ausführungen zu Herrn Elmer gibt es nicht sehr viel mehr zu sagen, hier spricht sogar dieser Artikel Bände, sofern jemand geneigt ist, für 1-2 Minuten die gefärbte Brille abzunehmen.
Man möge sich doch im Grunde nur ganz wenige Fragen vorlegen:
- wäre Herr Elmer auch zum Ritter der Ent-steuernden "Halunken" geworden, wenn er von Bär Geld gesehen hätte und nicht - schändlich - erwischt worden wäre?
- wäre Herr Elmer wirklich so "verfolgt" und "bedroht" worden, wenn Bär sich erpressbar gefühlt hätte und sich, ergo, hätte erpressen lassen?
Allein aus der Reaktion von Bär ergibt sich doch der Rest der "Story" des Elmer.
Noch ein fachlicher Fehler im Artikel: eine Staatsanwaltschaft kann nicht von einem Steuerrekurskommissionär zurückge"rufen" werden. Das wäre den Schweizern viel zu dumm - dafür gibts -Ermittlungsrichter.
... muß man vor solchen Leuten haben.
Wenn einem seine Luxuslimousine gestohlen wird und nicht versichert war, setzt er einen Finderlohn aus. Wer ihm nun einen Typ gibt, wo sein Vehikel zu finden ist, kassiert diese Prämie. Ich glaube, ein ganz normaler Vorgang.
Wenn einer "schmutziges" Geld oder Schwarzgeld ins Ausland bringt, hat er dies zumindest zum Teil (Steuer) dem anständigen Bürger (Steuerzahler) gestohlen.
Wer nun einen Hinweis gibt, wo das gestohlenen Geld lagert, hat m.E. Anspruch auf "Finderlohn" und es nicht verdient verfolgt zu werden.
Solche Leute verkaufen keine Hehlerware, wie im Zusammenhang mit der Lichtenstein-Affäre immer behauptet wurde, sondern verdienen unseren Respekt und unsere Hochachtung.
Es ist eine Schande das ganze. Das durch harte Arbeit verdientes Geld wandert zu diesen Steuerparadisen. Die Schweiz ist jahrzehntenlang die Mülltonne der Welt für schmutiges Geld gewesen. So stolz sollten sie nicht auf Ihr System sein. In den Kayman Inseln findet man ein 80% der Hedgefonds der Welt, die zum größem Teil Schuld an dieser Finanzkrise sind. Viele Versicherung stecken auch ihr schmutizges Geld dort. Die ersten die dort siedelten, waren die Kolumbianische Kartels, die ihr schmutiges Geld in den 70en und 80en dort säubern wollten. Wenn solche Steuerparadise nicht gäbe, hätten wir viele Finanzkrise nicht erlebt, und das Geld unsere Wirtschaft wäre weiter in unsere wirtschaftliche Kreisläufe und Konsum gewandert. Einige Studien belegen, dass ohne so etwas hätten wir keine Arbeitslosigkeit. Wir müssen eine Lösung für diese Steuerparadise finden. Vielleicht sollten wir die Steuern der Unternehmer wie der ehemalige Wirtschaftsberatet von Clinton vorschlägt auf 0 setzen, und alles über Einkommen und Mwstr. holen. Vielleicht würde so etwas unsere Wirtschaft gut tun und ein Ende zur Spekulation der Hedgefonds setzen. Es ist Zeit, dass die Politik reagiert.
Der "arme" Herr Elmer ist zum Denunzianten geworden, weil seine Karriere nicht den gewünschten Verlauf genommen hat. Wenn er die Umstände seiner Berufstätigkeit wirklich nicht ertragen konnte, hätte er auch ohne Denunziantentum kündigen können. Und seine Ruhe und einen neuen Job hätte er auch kängst gefunden.