Die Anleger fliehen aus den Aktien von Thomas Cook: Um mehr als 60 Prozent brechen die Papiere ein. Europas zweitgrößter Reisekonzern braucht dringend mehr Geld und verhandelt mit den Gläubigerbanken.
Wenn eine Aktie fünf Prozent verliert, ist das viel. Wenn sie 65 Prozent verliert, ist es ein Drama. Ein solcher Absturz signalisiert, dass ein Unternehmen in schweren Turbulenzen stecken dürfte. So ist es offensichtlich auch bei Thomas Cook.
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Thomas Cook ist in Deutschland mit Marken wie Neckermann, Air Marin, Bucher und Öger Tours vertreten. (© Getty Images)
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Der Reisekonzern hatte erklärt, dass die Geschäfte in einigen Handelsbereichen zurückgegangen seien und es Probleme mit den Bargeldreserven gebe. Es gehe aber keinesfalls darum, dass die bestehenden Kredite nicht zurückgezahlt werden könnten.
Wie auch immer - der Konzern hat mit Blick auf die bevorstehende umsatzschwache Wintersaison Verhandlungen mit den wichtigsten Banken über seine Kreditlinien aufgenommen. Zugleich bittet Thomas Cook die Institute um weitere Nachverhandlungen über die erst vor einem Monat neu ausgehandelten Kredite. So will das Unternehmen seine "Widerstandsfähigkeit" verbessern, wenn sich das Umfeld weiter verschlechtert.
Mehrfach Prognosen gesenkt
Der Konzern befürchtet offenbar, die Kreditauflagen nicht mehr erfüllen zu können. Noch verstößt Thomas Cook eigenen Angaben zufolge aber noch nicht gegen die sogenannten Covenants. Darunter versteht man Bedingungen - wie ein bestimmtes operatives Gewinnniveau -, die der Schuldner erreichen muss.
Ist das nicht der Fall, haben die Banken das Recht, den Kredit sofort zu kündigen. Das Unternehmen, das eine Serie von Gewinnwarnungen hinter sich hat, strich die für Donnerstag geplante Veröffentlichung der Geschäftszahlen 2010/11 (per Ende September). Die Bilanz soll erst nach Abschluss der Verhandlungen mit den Banken vorgelegt werden. Thomas Cook gehe jedoch davon aus, dass der operative Gewinn im Rahmen der früheren Geschäftsprognosen liegen werde.
Das Unternehmen ist in Deutschland mit Marken wie Neckermann, Air Marin, Bucher und Öger Tours vertreten. Europas zweitgrößter Reisekonzern und Tui-Travel-Konkurrent hatte zuletzt mehrmals seine Prognosen senken müssen und dafür die Unruhen in Nordafrika und die schwierige Wirtschaftslage in Großbritannien verantwortlich gemacht.
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(sueddeutsche.de/dpa/Reuters/hgn/lala)
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Zitat: ".... jede Woche ein anderer Laden mit völlig überforderten Führungskräften. Sie könnens halt nicht."
Was wollen Sie damit sagen - privatwirtschaftliche Manager sind schlechter als staatliche ?
Wieder mal völliger Blödsinn, da Insolvenzen zum Marktgeschehen gehören wie "Gewinn und Verlust", aber was will "man" von Ihnen schon anderes erwarten, Sie Koriphäe ! (Ist Ihre "y"-Taste kaputt oder waren Sie mal wieder beim "Psychater" ?)
TC hat mich mal vor einigen Jahren im Urlaub schwer reingelegt. Und nicht nur mich.
Miese Geschäftspolitik rächt sich.
........ reicht wohl nicht ganz. Der Hang zum Zusammenklauben von Halbtoten zwecks Bildung einer Überlebensgemeinschaft hat das Ableben zwar verzögert, nicht zuletzt wegen günstiger Marktentwicklung, verhindern wird sich das verdiente Ende nicht lassen.
Die Flucht in Größe statt Sanierung erinnert an das anachronistische Verhalten mancher Staatsoberhäupter.
Gott sei Dank sind die Privatwirtschaftsnieten, die es schaffen, ein Touristikunternehmen in Deutschland an die Wand zu fahren, nicht in der Politik gelandet. Gegen die ist ja sogar Schäuble eine Koriphäe. Naja, was will man erwarten, jede Woche ein anderer Laden mit völlig überforderten Führungskräften. Sie könnens halt nicht.
ich wußte gar nicht, daß Thomas Cook plc ein Penny-Stock ist. Gestern 0,48 Eur - heute 0,16 Eur.