Die Preise sind 2008 so stark gestiegen wie zuletzt 1994. Dank des gesunkenen Ölpreises liegt die durchschnittliche Teuerung aber deutlich unter den Spitzenwerten des Sommers.
Waren und Dienstleistungen haben sich 2008 so stark verteuert wie seit 14 Jahren nicht mehr. Die Preise zogen um durchschnittlich 2,6 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.
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Der sinkende Ölpreis drückte die Inflationsrate zuletzt nach unten. (© Foto: dpa)
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Einen höheren Wert hatte es zuletzt 1994 mit 2,8 Prozent gegeben. Allerdings hat sich der Preisauftrieb zuletzt vor allem dank billigerer Kraftstoffe spürbar beruhigt.
Im Dezember gab die Teuerungsrate bereits den fünften Monat in Folge nach: Sie lag mit 1,1 Prozent auf dem tiefsten Stand seit Oktober 2006.
"Ausschlaggebend für die starke Teuerung in diesem Jahr war der bis Sommer anhaltende Preisauftrieb bei Heizöl, Benzin und Diesel sowie einigen Lebensmitteln", sagte ein Statistiker.
100 Dollar weniger als beim Höchststand im Sommer
Rekordhohe Ölpreise trieben die Inflationsrate bis Juli auf das 15-Jahres-Hoch von 3,3 Prozent. Seither sind die Ölpreise wegen der weltweit sinkenden Nachfrage infolge der Finanzkrise dramatisch gefallen: Ein Fass kostet nur noch 40 Dollar und damit gut 100 Dollar weniger als beim Höchststand im Sommer.
Dadurch gaben die Kraftstoffpreise spürbar nach. Benzin und Diesel kosteten im Dezember in Nordrhein-Westfalen 15,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Heizöl verbilligt sich sogar um 22,8 Prozent.
Für das kommende Jahr rechnen die Bundesbank und führende Institute nur noch mit einer Teuerungsrate von 0,8 Prozent. Das wäre der niedrigste Wert seit zehn Jahren. "Inflation ist jetzt kein Thema mehr", sagte der Konjunkturexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Karl Brenke. Grund sei vor allem der Preisverfall bei Importgütern, allen voran Rohöl.
Bereits im Dezember blieb die Inflationsrate den zweiten Monat in Folge unter der Marke von zwei Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) von stabilen Preisen spricht.
Freie Hand für lockere Geldpolitik
Der geringe Preisauftrieb in Europas größter Volkswirtschaft lässt der EZB freie Hand für weitere Lockerungen der Geldpolitik. Die Währungshüter haben den Leitzins seit Oktober bereits in drei Schritten von 4,25 auf 2,5 Prozent gesenkt.
Einige Experten erwarten, dass er bis Frühjahr auf 1,0 Prozent zurückgenommen wird. Mit billigerem Geld will die EZB die Investitionen und den Konsum ankurbeln.
Im Dezember zogen die Preise im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent an, weil Urlaubsreisen und Ferienwohnungen wegen der Weihnachtsferien wie üblich spürbar teurer wurden. Die endgültigen Ergebnisse für Dezember veröffentlichen die Statistiker am 15. Januar.
(sueddeutsche.de/Reuters/pak)
Debatte über Urheberrecht
Obamism, natürlich ist das für die SZ kein Problem, denn was schert die das Gespinsle der Vergangenheit. Veröffentlicht wird, was der Newsticker gerade auswirft. Irgend ein Abgleich wäre schon wieder zuviel verlangt.
Direkt unter dieser Artikelschlagzeile steht eine andere: "Inflationsrate so gering wie lange nicht mehr"...
Wie kann sie also gleichzeitig die "Höchste seit 14 Jahren" sein?
... so einen staatlich verordneten Qualitätsschmarrn?
Mein Geldbeutel spricht ganz klar von mehr als 50 % Wertverlust in nur sehs Jahren Teuro! Und alles andere ist Lüge, Verleumdung und s..dummes Geschwätz.
Wie uns die Studie der Grünen zeigt, wurden die Verbraucherpreise mit den Rohstoffpreisen erhöht. Nur senken wird sie kein Unternehmen von sich aus. Und von den SCHWARZEN ist auch NICHTS zu erwarten, denn Glos arbeitet schon kräftig an seiner Karriere nach Ende der Koalition. Wenn ich Merkel und Glos im Fernsehen nur sehe (ich muss die noch nicht mal labern hören), dann wechsle ich schon den Sender.
Hoffentlich haben mit mir genug Bürger die Nase voll von Merkel. Zwei Jahre hätten zum Beweis, das auch Frauen und Ossis was werden können auch gereicht.