Griechenland, Irland und jetzt Italien: Das Euro-Debakel bereitet den Deutschen schlaflose Nächte. Was Verbraucher mit ihrem Geld tun sollten - und was nicht. Ein Überblick von Aktien über Gold bis Immobilien.
Bei Stefanie Kühn kommt die Eurokrise durchs Telefon an. Jeden Tag ein bisschen mehr: "Viele meiner Mandanten machen sich Sorgen um ihr Geld", sagt die unabhängige Vermögensberaterin aus der Nähe von München. "Selbst diejenigen, die in der Finanzkrise noch cool waren, sind jetzt alarmiert - und wollen wissen, was sie tun sollen." Der Euro steckt in der Krise, die Aktienmärkte zittern, nicht nur Griechenland droht die Pleite - vielen Sparern und Anlegern bereitet das schlaflose Nächte.
Anzeige
"Die Verbraucher machen sich Sorgen darüber, wo ihr Geld noch sicher ist", meint Niels Nauhauser, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. "Und das ist durchaus berechtigt." Nicht umsonst hat der Verbraucherschützer gerade ein sieben Seiten starkes Papier verfasst, in dem alle Eventualitäten der Eurokrise angesprochen werden - von der Inflation über Bankeninsolvenzen bis zur Staatspleite.
Nauhausers Fazit: "Das beste Mittel gegen die Angst, sein Geld zu verlieren, ist eine breite Streuung des Vermögens." Sparer sollten es auf verschiedene Anlageformen verteilen und weltweit streuen, rät der Experte. "Auch die Aufteilung auf mehrere Banken kann sinnvoll sein, um eine bessere Absicherung für das Ersparte zu schaffen", ergänzt Stefanie Kühn. Was Anleger tun können, um ihr Erspartes krisenfest zu machen.
Spareinlagen: Im Zweifel mit Merkel-Garantie
Wer Geld auf einem Konto liegen hat, der leiht es der Bank. Ob nun also das Geld auf dem Sparbuch, einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto sicher ist, hängt von der Zahlungsfähigkeit der Bank ab. Derzeit steht wegen der Griechenlandkrise kein Institut akut vor dem Aus. Gut, einige Institute halten Griechenlandanleihen, die ihren Wert verloren haben. Eine Pleite ist nicht zu erwarten, unmöglich ist sie jedoch nicht. Doch selbst das würde nicht bedeuten, dass der Anleger sein Geld verliert. Denn für 100.000 Euro pro Bankkunde steht die gesetzliche Einlagensicherung gerade, also der Staat. "Und die Bundesrepublik ist sehr zahlungskräftig", beruhigt Verbraucherschützer Nauhauser. Beträge bis zu 100.000 Euro seien "so sicher wie ein Bundesschatzbrief".
Für Beträge darüber kommen dann noch verschiedene private Einlagensicherungssysteme hinzu. Die bei einer Pleite einspringen. Da ist die Frage, ob diese Systeme im Fall mehrerer großer Bankpleiten tatsächlich halten würden. Aber: Es gibt auch noch die Merkel-Garantie: Die Bundeskanzlerin hatte die Deutschen im Oktober 2008 nach der Pleite der amerikanischen Investmentbank Lehman mit dem Versprechen beruhigt, dass die Ersparnisse sicher seien. "Die wird sicher auch jetzt noch gelten", glaubt Nauhauser. "Denn die Konsequenzen eines Sturms auf die deutschen Banken wären für die Bundesrepublik schlimmer als eine Griechenlandpleite."
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 8 nächste Seite
- Thema
- Finanzkrise RSS
- Geldanlage Warum sich ein Tagesgeldkonto jetzt lohnt 22.06.2011
- Schuldenkrise Europas Banken rüsten für den Ernstfall 13.07.2011
- Schuldenkrise in Europa Wer Berlusconi hilft, rettet den Euro 12.07.2011
- Schuldenkrise Retter-Troika lobt sparsame Iren 14.07.2011
- Finanzkrise in Griechenland Papandreou will Steuermilliarden mit privaten Schnüfflern eintreiben 14.07.2011
- Sondertreffen zur Situation in der Euro-Zone Deutschland sperrt sich gegen EU-Krisengipfel 13.07.2011
- Schuldenkrisen in Europa und den USA Die Welt geht unter - aber nur bei euch 12.07.2011
Verkehrssünderdatei in Flensburg
glaub ich nicht dran, schon gar nicht an den EinlagenSicherungsfond oder so??
Wenn man mal praktisch denkt und eines Tages rennen alle zur Bank, dann ist schon mittags die Kohle weg.
Was nützt mir da ein Einl.Sich.Fond?!!!
Weg ist weg.
Und Lug ist Trug.
Und Politiker lügen.
Tja, da war ein Wort zuwenig, also noch einmal:
Wenn jemand glaubt, die Einlagensicherung der Banken hätte irgendeinen realen Hintergrund, der täuscht sich. Spätestens wenn zwei, drei große Banken pleite sind, ist kein Geld mehr da für irgendeine Sicherung. Gerade zynisch ist der Hinweis auf "die Merkel-Garantie" - wo doch jeder weiß und miterlebt hat, dass diese Frau immer dann lügt, wenn sie den Mund aufmacht: am nächsten Tag sagt oder tut sie genau das Gegenteil dessen, was sie am Vortag vertreten hat. Wer das noch nicht kapiert hat, ist einfach blind, taub oder doof.
Wenn jemand glaubt, die Einlagensicherung der Banken hätte irgendeinen realen Hintergrund, der täuscht sich. Spätestens wenn zwei, drei große Banken pleite sind, ist kein Geld mehr da für irgendeine Sicherung. Gerade zynisch ist der Hinweis auf "die Merkel-Garantie" - wo doch jeder weiß und miterlebt hat, dass diese Frau immer dann lügt, wenn sie den Mund aufmacht: am nächsten sagt oder tut sie genau das Gegenteil dessen, was sie am Vortag vertreten hat. Wer das noch nicht kapiert hat, ist einfach blind, taub oder doof.
Hier sind ja sehr viele Untergangszenarien von den ganzen Experten des täglichen Lebens beschrieben. Warum versuchen diese Leute nicht mal von der Krise zu profitieren anstatt dauernd zu jammern, dass nichts zum sparen da ist und alles Vermieter, Wasserwerke und co. bekommen. Alleine mit Hebelprodukten auf Gold hätte man im letzten halben Jahr sehr gut verdienen können. Das ist wohl besser als die Matratze. Selbst schuld wer es nciht macht
Ich hab nichts zu verschenken,genau sowenig die Pfeifen in Berlin,es ist besser,das diese Frage,dem Bunten Tag mal gestellt wird,was sie beachten sollten,wie sie mit dem Geld in Krisenzeiten umzugehen haben.
Paging