Die Deutsche Bank übernimmt die Postbank und die Commerzbank die Dresdner Bank - beide Fusionen sind heute grundsätzlich noch immer sinnvoll.
Spott, Häme und Wut ergießen sich über die Commerzbank und die Deutsche Bank. Wie konnten sich die beiden größten deutschen Kreditinstitute bei der Übernahme ihrer Konkurrenten Dresdner Bank und Postbank nur so verspekulieren? Wie konnten sie im Sommer 2008 Wettbewerber kaufen, die heute nur noch einen Bruchteil des damaligen Preises wert sind?
Skyline von Frankfurt am Main: Trotz der düsteren Perspektiven bleibt einigen Banken nur die Option Zusammenschluss. (© Foto: ddp)
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Die Commerzbank kann den Zukauf nur noch mit dem Staat als Großaktionär stemmen - wenn überhaupt. Und selbst die stärkere Deutsche Bank braucht eine neue Vereinbarung mit der Post, deren größter Aktionär der Bund ist, um ihr Kapital zu stärken und die Last der Übernahme zu verringern.
Doch so sehr die beiden Käufer ihre Ware auch überbezahlt haben: Die beiden Bankenfusionen sind heute grundsätzlich noch immer sinnvoll. Das gilt vor allem für die Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank, mit Abstrichen aber auch für das Paar Commerzbank/Dresdner Bank.
Die Allianz hat als Eigentümer der Dresdner hinlänglich bewiesen, dass sie eine Bank nicht erfolgreich führen kann. Der Versicherungskonzern hat das Institut in den Zustand gebracht, in dem es jetzt in der Commerzbank aufgeht: Mit einem überdimensionierten, schlecht kontrollierten Investmentbanking und einem Privat- und Firmenkundengeschäft, dessen Potenzial ungenutzt blieb.
Der Commerzbank kann man vorwerfen, dass sie die Risiken der Dresdner unterschätzt hat. Überschätzt hat sie hingegen die eigene Stärke. So lange haben Klaus-Peter Müller und Martin Blessing der Welt eingeredet, die Commerzbank sei wieder groß und stark, dass sie selbst ein bisschen zu sehr daran glaubten. Mit dem Wissen, wie sich die Bankenwelt nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers am 15. September veränderte, hätten sie aber wohl trotzdem die Finger von der Dresdner Bank gelassen.
Der Zusammenbruch von Lehman ist der Schlüssel, um die davor beschlossenen Bankenfusionen fair zu bewerten. Den heutigen Wert von Banken mit den Preisen aus dem Sommer zu vergleichen, ist unsinnig. Einem Hauskäufer würde man auch nicht vorwerfen, zu viel für seine Immobilie gezahlt zu haben, nachdem ein Erdbeben die ganze Stadt verwüstet hat. Besserwisser könnten allenfalls anmerken, dass man eben kein Haus im Erdbebengebiet kaufen sollte.
Lesen Sie auf der nächsten Seite: Warum die Übernahme der Postbank für die Deutsche Bank sinnvoller denn je ist.
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Christopher Lee zum 90.
Hier wird der Ausverkauf unseres Staates systematisch von einer Bande von korrupten Politikern und Bankstern vorangetrieben: Wer hat noch nicht, wer will noch mal ?
Unsere Schein-Demokratie ist keinen Pfifferling mehr wert.
WANN STEHEN DIE DEUTSCHEN ENDLICH AUF ???? Es kann doch nicht so schwer sein, diesen Raub am Steuerzahler zu durchschauen. Wieso werden Parteien gewählt, die unseren Staat erst ausplündern, danach die Hände in den Schoß legen, mit den Schultern zucken und verkünden: Sorry, für den Sozialstaat, die Bildung, die Renten, die Gesundheit usw. usw. ist jetzt leider, leider kein Geld mehr da. Seht zu, wie Ihr zurechtkommt, Ihr Loser !!!
Ab September 2009 wird es finster werden, ganz finster......
Es muss ganz allgemein ein System entwickelt werden, dass die Geldläufe unabhängig von Spekulationen macht. Banken als moral hazard-Akteure, das geht nicht auf Dauer...
Sicher war es schlau von Ackermann, sich die Postbank zu greifen: in einer Zeit der Not kann er die Einlagen von +- 30 Millionen Kunden gut als Rettungsanker gebrauchen.
Weniger schlau allerdings für den Staat und für die Postbank-Kunden: beide werden nun zur Geisel der Deutschen Bank: sie haften nun mit ihren Einlagen für die Billionenschweren Wetten, die Ackermann im globalen Finanzcasino abschloss.
Das Kriterium "toot big to fail" wird damit lang und satt erfüllt, damit der Steuerzahler genötigt ist, zu bluten, sobald die Sache anbrennt.
Bevor man die Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank bewerten kann, wird sich erst einmal erweisen müssen, wie die Deutsche Bank mit ihren neuen Privatkunden umgeht. Einige dieser Kunden hatte sie schon einmal, denn die Postbank hat enorm viele Kunden dadurch gewonnen, dass Deutsche und Dresdner einst ihre vergrault haben. Es wird interessant, ob man in Ackermanns Kreisen daraus gelernt hat. Wenn nicht, werden die meisten der damaligen Wechsler nicht zögern, wieder zu wechseln. (Obwohl es langsam lästig wird, ständig neue Bankverbindungen zu benötigen, weil der alte Laden von Instituten vereinahmt wird, die Kleinkunden nur in schlechten Zeiten interessant finden, und in guten Zeiten wie Dreck behandeln.)
Sofern die Deutsche Bank also ihre Fehler wiederholt, wird sie mit dem Postbankkauf wenig gewinnen, und dann war er für keine Seite sinnvoll.