Viele Kreditinstitute erhöhen still ihre Preise - und kassieren Gebühren, die ihnen gar nicht zustehen.
Beim Durchsehen der Kontoauszüge sollten Bankkunden auch auf kleine Beträge oder plötzliche Veränderungen etwa bei den Kontoführungsgebühren achten.
Nicht alle Gebühren, die die Banken den Kunden belasten, sind gerechtfertigt. (© Foto: ddp)
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Das rät die in Berlin erscheinende Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 2/2009). Das von der Stiftung Warentest herausgegebene Magazin hatte seine Leser aufgerufen, über ihre Erfahrungen mit Bankgebühren zu berichten. Dabei kam heraus, dass die Kreditinstitute bestimmte Gebühren zu Unrecht erheben.
Keine Gebühren für Pflichtleistungen
Grundsätzlich müssen die erhobenen Gebühren im Preisaushang oder Preis- und Leistungsverzeichnis stehen. Belastet die Bank das Konto des Kunden mit Gebühren, die sich in diesen Listen nicht finden, sollten Betroffene hartnäckig nachhaken und sich notfalls Hilfe holen, etwa bei den Verbraucherzentralen.
Für bestimmte Dienstleistungen dürfen Banken der Zeitschrift zufolge prinzipiell keine Gebühren verlangen. Das gelte zum Beispiel für Tätigkeiten, mit denen die Bank lediglich eine gesetzliche Pflicht erfüllt. So dürfe sie zum Beispiel für eine Löschungsbewilligung der Grundschuld ebenso wenig Geld verlangen wie für das Ändern des Freistellungsauftrags.
Darüber hinaus müssten auch solche Dienstleistungen kostenlos sein, deren Erledigung im Interesse der Bank sind: Zum Beispiel dürfe sie kein Geld dafür nehmen, dass sie im Rahmen einer Kreditbewilligung den Wert einer Immobilie ermittelt. Wer mit seiner Bank unzufrieden ist - etwa wegen fragwürdiger Gebühren, kann sein Girokonto ja auch kündigen: "Die Bank darf dafür kein Geld berechnen."
- Banken und ihre Kunden Bildungs-Notstand 23.12.2008
(sueddeutsche.de/dpa/hgn/mel)
Debatte über Urheberrecht
Wie so ein Besch... aussieht kann man ganz plakativ auf der Internetseite der Postbank sehen. Man klicke dort einmal auf das Girokonto und sieht die Werbung:
"Postbank Giro plus - Das kostenlose Girokonto inklusive Tagesgeldkonto mit bis zu 3,8% Zinsen p.a."
Und dann siehe man sich die Konditionen an:
kostenlos: Nur Geldeingang über 1.250 , ansonsten 5,90 /Monat
3,8% Zinsen p.a.: ab 250.000 !!
Wenn man dann noch einen kleinen Blick auf den Haben-Zinssatz wirft (14,25% p.a.) ist der Werbung schon ziemlich dreist.
Vor zwei Jahren hatte meine Bank Jahresgebühren für eine nicht ausgehändigte Kreditkarte berechnet. Es brauchte 3 Briefe und 2 persönliche Gespräche beim Filialleiter bevor das Geld zurückerstattet wurde. Und das war wahrscheinlich auch nur der Fall, weil die Bank fürchtete einen guten Kunden zu verlieren. Nachdem der Banker zuerst versuchte den Betrag zu verniedlichen, wurde mir im 1. Gespräch zwar die Rückerstattung zugesichert, eine Überweisung blieb jedoch aus.
Da jeder gezwungen ist Bankkunde zu sein, können die sich alles erlauben, die Politik deckt sie ja bedingungslos.