Trotz eines Verbots haben Ebay-Nutzer Parfüms und Kosmetika des Luxus-Herstellers LVMH verkauft. Nun muss das Auktionshaus Strafe zahlen.
Ein französisches Gericht hat das US-Internetauktionshaus eBay wegen des Verstoßes gegen ein Handelsverbot mit bestimmten Parfüms des Luxusgüterkonzerns LVMH zu einer Strafe von 1,7 Millionen Euro verurteilt.
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Das Internet-Auktionshaus Ebay muss 1,7 Millionen Euro Strafe zahlen (© Foto: AP)
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Ebay erklärte, die Strafe sei zu hoch und hindere französische Kunden daran, über eBay LVMH-Kosmetikartikel der Marken Christian Dior, Guerlain, Givenchy und Kenzo zu kaufen oder zu verkaufen. Damit werde der Vertrieb beschränkt, was dem Wettbewerb schade, kritisierte der Chef von eBay in Frankreich, Alex von Schirmeister. Er gehe davon aus, dass die nächsthöhere Instanz das Urteil kassieren werde.
Der Luxuskonzern habe gegenüber dem Gericht nun "lediglich 1341 der 200 Millionen Artikel", die täglich bei Ebay im Angebot seien, beanstandet. Nach Einschätzung von Ebay wurden diese Artikel von Nutzern eingestellt, die bewusst versucht hätten, die Filtersysteme zu umgehen.
Filtersoftware installiert
Die Entscheidung des Gerichts widerspreche zudem gegenteiligen Urteilen in ähnlichen Fällen in Großbritannien, Deutschland, Belgien und den USA. Dagegen hieß es von LVMH, ein ausgewählter Vertrieb sichere den weltweiten Erfolg von Luxusmarken aus Europa.
Das Pariser Gericht hatte eBay im Juni 2008 zu einer Strafzahlung von mehr als 35 Millionen Euro wegen des Verkaufs von gefälschten Produkten von LVMH verdonnert und zugleich eine Verkaufssperre für Parfüms mehrerer Marken angeordnet. Ebay hat dagegen Berufung eingelegt.
Ebay hatte nach der Entscheidung von 2008 nach eigenen Angaben Filtersoftware installiert, die LVMH-Produkte auf der Auktionsplattform aufspüren und sperren sollte.
LVMH (Moët-Hennessy - Louis Vuitton SA) ist der weltgrößte Anbieter von Luxusprodukten von Handtaschen über Mode und Champagner bis Parfüm. Die Berufungsverhandlungen zur Unterlassungsverfügung sind für Mai 2010 geplant.
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(AFP/dpa/Reuters/sueddeutsche.de/joku)
DFB-Pleite gegen die Schweiz
Wenn ich ein Luxusperfum (relativ) billig in USA einkaufe und dann teuer in Europa verkaufe tue ich nur, was mir als Eigentuemer des Kaufpreises bzw. dann der Ware zusteht.
Manche Inhaber von Markenrechten wollen nicht, dass auch die einzelnen Buerger die Vorteile der Globalisierung nutzen koennen sondern versuchen die Preisniveaus der Maerkte kuenstlich zu trennen um ihren Profit zu erhoehen.
Um das zu unterstuetzen gelten in Deutschland Gesetze (auch in Frankreich, wie der Artikel zeigt) die mein Recht als Eigentuemer des erworbenen Perfums einschraenken. Das ist eine Teilenteignung! Warum tut "mein" Parlament mir ein solches unrechtes Gesetz an?
Patente auf in der Natur vorkommende Gene, Kriminalisierung von Benutzern die von urheberrechtlich geschuetzten Werken lediglich eine Kopie zum persoenlichen Gebrauch erstellen, Enteignung zugunsten von Markeninhabern und schliesslich Internetzensur als Infrastrukturmassnahme zu all dem - die Informationsbarone haben bei der Ausbeutung des Volkes grosse Fortschritte gemacht.
Wer mit den Gesetzen unzufrieden ist sollte anders waehlen! Fuer mich gehoert die Piratenpartei in den naechsten Bundestag. Piraten gegen Barone - es wird spannend!
Eine Frage an den Leser dieses Kommentars: haeltst Du / halten Sie die Piratenpartei fuer geeignet, diese Ungerechtigkeiten anzugehen? Fuer eine Antwort waere ich dankbar.
Um Misverstaendnisse zu vermeiden:
1. Nicht jeder der das Subjektiv "Ausbeutung" verwendet ist Kommunist oder Sozialist.
2. Die Bezeichnung von Ausbeutern als Barone zitiert Grausamkeiten der feudalistischen Vergangenheit und ist sehr viel aelter als der Ministerposten des Herrn von Guttenberg den ich damit in keiner Weise kritisieren wollte.
Hä ???? was ist den das... wenn ich ein Produkt bekomme daß ich nicht brauche, verkaufe ich es eben über Ebay.... das soll jetzt verboten sein.... ????
Das ist mein Eigentum und ich kann damit machen was ich will... ich darf es auch verschenken... oder ist jetzt auch schon verboten ????
Habe ich im Artikel irgendwas überlesen? Wo sehen Sie Hehlerei und Betrug?
Zitat SZ-online: "[...] und zugleich eine Verkaufssperre für Parfüms mehrerer Marken angeordnet."
Hier geht es nicht um geklaute oder gefälschte Ware. Auch die "echten" Produkte dürfen über diesen Weg nicht mehr verkauft werden.
Für die Abteilung Luxus gelten wieder Sonderrechte. Für den Rest der Europäer heißt es: Strampelt ordentlich, damit euch die Globalisierung und die freien Märkte nicht unter sich begraben.
Auch wenn mir Moët-Hennessy - Louis Vuitton und der Kasus völlig egal ist: Richtig so. Auch der Hehler muss bestraft werden. Ohne ihn gäb's diesen Betrug nicht.
Paging