Spiele-Test "Spec Ops: The Line"Im Herzen der eigenen Finsternis

Mit "Spec Ops: The Line" präsentieren die deutschen Spieleentwickler von Yager Development laut Eigenwerbung einen "intelligenten Militär-Shooter". Doch welche Botschaft kann ein Spiel vermitteln, dessen Hauptziel es ist, Gegner zu erschießen? Ein Spielbericht.

Mit "Spec Ops: The Line" präsentieren die deutschen Spieleentwickler von Yager Development laut Eigenwerbung einen "intelligenten Militär-Shooter". Doch welche Botschaft kann ein Spiel vermitteln, dessen Hauptziel es ist, Gegner zu erschießen? Ein Spielbericht.

Asche fällt wie Schnee vom Himmel, während ein Soldat sich einen Weg durch das brennende Chaos bahnt. In unerträglicher Langsamkeit passiert er verkohlte Körper - ob Freund, Feind oder Zivilist lässt sich in den Wirren der modernen Kriegsführung nicht mehr eindeutig entscheiden.

Schuld an dem Massaker ist aber nicht irgendeine fremde Besetzungsmacht, sondern der amerikanische Soldat Captain Martin Walker und sein Team. Im Militärshooter Spec Ops: The Line schlüpft der Spieler in dessen Rolle und wird auch gleich gezwungen, weißen Phosphor gegen seine Feinde einzusetzen - ganz klinisch, per Fernsteuerung. Doch im Gegensatz zum Drohneneinsatz der amerikanischen Armee muss der so geräumte Korridor anschließend vom Spieler selbst durchschritten werden.

Bild: Spec Ops: The Line ©2K Games 15. Juli 2012, 11:192012-07-15 11:19:59 © Süddeutsche.de/wüll/mri/rus