Schwere Unfälle auf der A3 Lastwagen durchbricht Leitblanke

Bei schweren Unfällen auf der Autobahn A3 Würzburg-Passau kam ein Mensch ums Leben, mindestens zehn Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Zwei Unfallserien haben in der Nacht zum Dienstag zu stundenlangen Sperrungen der vielbefahrenen Autobahn A3 Würzburg-Passau geführt. Bei den Karambolagen in der Nähe von Wörth an der Donau (Landkreis Regensburg) und Höchstadt/Aisch (Landkreis Erlangen/Höchstadt) kam ein Autofahrer ums Leben. Von den insgesamt zehn Verletzten schweben zwei in Lebensgefahr. Der Sachschaden summiert sich nach Angaben der Polizei in Straubing und Erlangen auf rund eine halbe Million Euro.

Wegen einem übermüdeten Autofahrer ging gar nichts mehr.

(Foto: dpa)

Zunächst fuhr bei Wörth ein Lastwagen am Ende eines Staus auf einen Kleintransporter auf und schob diesen auf einen weiteren Lastwagen. Der Sattelzug aus Österreich durchbrach die Mittelleitplanke und stieß frontal mit einem Auto zusammen, das auf der Gegenfahrbahn Richtung Passau unterwegs war. Der Pkw schleuderte gegen einen parallelfahrenden Lastwagen und kam schließlich an einem Milchtankzug zum Stehen. Der 23 Jahre Pkw-Fahrer starb noch an der Unfallstelle. Drei weitere Unfallbeteiligte zogen sich leichte bis mittelschwere Verletzungen zu.

Nach dem Unfall am späten Montagnachmittag war die Autobahn acht Stunden lang komplett lahmgelegt.

Am frühen Dienstagmorgen durchbrach ein mit 22 Tonnen Sonnenblumenöl beladener ungarischer Lastwagen bei Höchstadt/Aisch nach einem Reifenplatzer die Mittelleitplanke und kippte um. Wenig später krachte ein vollbesetzter Pkw aus Rumänien nahezu ungebremst in die Unfallstelle. Alle fünf Insassen wurden schwer verletzt, eine Frau sogar lebensgefährlich.

Am Ende des Staus in Richtung Würzburg fuhr 90 Minuten später ein Lieferwagen ebenfalls ungebremst auf einen stehenden Lastwagen auf. Der Fahrer des Kleintransporters wurde ebenfalls lebensgefährlich verletzt. Die Autobahn war bis zum späten Vormittag komplett gesperrt. Es kam zu bis zu 18 Kilometer langen Staus.