Die US-Armee will die Behandlung von Kriegswunden unter möglichst realistischen Bedingungen üben - und hat schon konkrete Pläne mit Schweinen.
Die US-Armee will in Bayern an lebenden Tieren, wahrscheinlich Schweinen, die Behandlung von Kriegsverwundungen üben lassen. Dies erklärte das Europakommando der US Armee in Heidelberg auf Anfrage und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Neuen Tag aus Weiden.
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US-Armee in Grafenwöhr. (© Foto: dpa)
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Man habe ein entsprechendes Gesuch mit der Bitte um Genehmigung an die Landesregierung gestellt, teilte eine Sprecherin der US-Armee mit. Dabei werde man auch klarstellen, dass die Aktion in Einklang mit dem Tierschutzgesetz stehe.
Der Sprecher der Regierung der Oberpfalz teilte mit, dass es einen entsprechenden Genehmigungsantrag eines Medizin-Dienstleisters aus Norddeutschland gebe. Die bisher mitgeteilten Informationen seien aber ungenügend, deswegen habe man die Beteiligten für diesen Freitag zu einer Besprechung in die Bezirksregierung geladen. "Wenn die Voraussetzungen des Gesetzes erfüllt sind bleibt uns aber nichts außer einer Genehmigung", sagte Sprecher Joseph Karl.
Die US-Armee erklärte, dass für einen Zweitages-Lehrgang von 30 Soldaten höchstens zehn Tiere benötigt würden. "Die Studenten erleben die Wirklichkeit eines lebensgefährlich verletzten, blutenden Patienten", begründet die Armeesprecherin die Trainingsmaßnahme. Viele Soldaten und angehende Sanitäter seien bei dem Training das erste Mal mit solch einer Situation konfrontiert.
Geübt werden soll am Truppenübungsplatz Grafenwöhr in der Oberpfalz, dem größten und modernsten Trainingszentrum der US-Armee in Europa. Die sogenannten "combat trauma courses" hätten dazu beigetragen, dass die US-Armee derzeit die geringste Sterblichkeit bei Verwundungen im Feld in der Militärgeschichte aufweise, betonte die Sprecherin der US-Armee.
Der Einsatz von lebenden Tieren sei dabei "essentiell". Bei den Trainings könnten die Lehrgangsteilnehmer erfahren, wie es sich anfühlt echtes Leben zu retten. Wobei dieses Gefühl letztlich allerdings trügt. Die von Anbeginn narkotisierten Tiere werden nach den Übungen getötet ohne wieder das Bewusstsein erlangt zu haben.
In der Bundeswehr verzichtet man übrigens auf solche Ausbildungsinhalte, erklärte der dortige Sanitätsdienst auf Anfrage. Man nutze Simulationstechniken, wie Puppen oder Computer, sagte ein Sprecher. Zudem seien alle Bundeswehr-Sanitäter im regulären deutschen Rettungsdienst ausgebildet und damit geübt im Umgang mit echten Notfällen.
(sueddeutsche.de/bica)
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Die neueste Antwort
Also ist der Erfolg des Protests der Tierschützers, daß die Viecher anstatt schmerzfrei in den Biokomposter nun mit etwas mehr Stress und Schmerzen in unsere Mägen kommen.
Na das ist doch toll! Ist die Welt nicht zynisch? Das kann man doch kaum noch mit Ironie toppen.
Die Empörung der Tierschützer wird medial heutzutage eben als besonders ethisch wertvoll aufgegriffen und als emotional geladene Betroffenheitskiste vertickt. Das ist Business. Ist ja auch voll Öko und Bio und solcherlei Etiketten.
Am nächsten Tag wälzt der empörte Leser irgendwelche Waldtiere mit dem PKW auf der Straße platt und denkt sich was solls, wenn er's überhaupt mitkriegt.
Vor rund 40 Jahren hat man in Schweden Militärärzte an angeschossenen Schweinen ausgebildet. Ob die vorher betäubt oder getötet wurden, ist mir entfallen. Hysterisches Geplärr war seinerzeit nicht zu vernehmen. Schließlich gilt es in bestimmten Kreisen nur als heldenhaft, sich über die Amis zu empören. Als die Sowjetunion über Afghanistan herfiel und serbische Kriegsverbrecher über bosnische Frauen, war aus der Ecke auch nix zu hören.
Dank der aufrichtigen Proteste der Veganer hier hat das Militär die Schweinerei abgesagt.
Siehe hier: http://www.abendzeitung.de/bayern/187034
Nichts mit Betäubung, die Schweine werden also ganz normal abgeschlachtet und zu Formschinken, Bratwurst und Hack verarbeitet. Die Kommentatoren haben es sich verdient, nach der anstrengenden Schlacht: haut rein. Tief, tief in Euch drin lebt die Sau weiter!
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