Wenn es ums Rauchen in Gaststätten geht, halten die Wähler im Freistaat nichts von der Devise "Leben und leben lassen": Mit deutlicher Mehrheit haben sie der CSU-Regierung eine Ohrfeige verpasst.
Die Bayern haben Ja gesagt - Ja zu einem absoluten Rauchverbot im Freistaat. Sie haben Ja gesagt zu Argumenten, Nein zu Legenden und Emotionen, die ihnen suggerieren sollten, sie würden mit einem strengeren Rauchverbot auch gleich die eigene Lebensfreude verbieten. Da wurde gemutmaßt, dass das Rauchen bald auch in den eigenen vier Wänden nicht mehr erlaubt sei.
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Das strenge Rauchverbot kommt. Mehr als 60 Prozent der Wähler haben sich für ein neues Gesetz ausgesprochen. (© dpa)
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Und mancher argwöhnte, demnächst würde wohl auch der Genuss von Bier und Schweinsbraten untersagt, am Ende gar noch das Skifahren - also so ziemlich alles, was den Menschen Spaß macht. Am Ende wallten die Emotionen hoch, es ging um Bauch gegen Kopf.
Mit deutlicher Mehrheit haben sich die Wähler für den Kopf und gegen den Bauch entschieden - was umso erstaunlicher ist, weil dieses Sommer-Fußball-Wochenende stark von Gefühlen bestimmt war. Die Menschen schwelgten in Träumen vom WM-Finale und zumindest am Samstag gab es keine Raucher und Nichtraucher mehr, sondern nur noch Fans.
Wer sich nach durchfeierter Nacht am Sonntag in die Wahlkabine schleppte, der musste schon sehr gute Argumente haben. Die gab es auch: Ärzte hatten sich für den Volksentscheid eingesetzt, die Grünen, die SPD und natürlich die kleine ÖDP, die den Volksentscheid erzwungen hatte. Sie verwiesen auf die sinkenden Zahlen von Herzinfarkten, seitdem in Italien das Rauchverbot gilt, und auf das Passivrauchen, an dem jedes Jahr Tausende Nichtraucher sterben.
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Wohl eher die, die es als Vorrecht ansehen einen öffentlichen Raum vollzurauchen und den Menschen keine andere Wahl lassen als dem Rauch ausgesetzt zu sein und gesundheitlich gefährdet zu werden, wenn man in dieser Lokalität sein möchte. Das nennt man Bevormundung und nichts anderes.
Seine Totalität der rigorose Antiraucher hatte sich am Sonntag in Bayern zu Wort gemeldet. Und nun schwärmen die Rauchgegner aus um die ganze Republik zu übernehmen.
www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=a1&dig=2010%2F07%2F06%2Fa0047&cHash=6900699b19/
Das könnte dann in etwa so weitergehen, wie es eine Glosse des SWR2 erzählt:
mp3-download.swr.de/swr2/impuls/swr2impuls_20100706_zukunft_der_raucher.6444m.mp3
Prost Mahlzeit,
Ihr Verbotshansel !
"schneemoser" hat Recht! Ich bin einem Irrtum unterlegen. Verzeihung! Ab 01.08. ist auch das Rauchen in abgeschlossenen Nebenräumen nicht mehr gestattet. Nicht, dass mir das Leid täte, aber damit hätte ich als NR leben können.
Zitat "Abgesehen davon ist es Fakt, dass in Bayern in der Gastronomie nicht mehr geraucht werden darf - außer in ausgewiesenen Nebenräumen "
Wie kommen Sie denn da drauf ? Diese ausgewiesenen Nebenräume soll es ab dem 1.August eben nicht mehr geben dürfen !
Einen wunderbaren und wichtigen Sieg eingefahren! Es kann nicht schöneres geben als ab dem 1.8. rauchfrei die Abende zugenießen. Ein Hoch auf die Demokratie!
Paging