Der Ehec-Erreger ist im Freistaat angekommen: Laut dem Landesamt für Gesundheit haben sich zwei Menschen mit dem Darmkeim infiziert. Ein weiterer Verdachtsfall wird derzeit untersucht.
Erst war nur von einem Fall die Rede. Jetzt hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) die ersten zwei Infektionsfälle in Bayern bestätigt. Ein weiterer Fall werde derzeit noch untersucht.
Bild vergrößern
Eine Petrischale, in der sich in einer Wasserprobe Escherichia Coli Bakterien entwickelt haben. In Bayern gibt es nun auch mehrere EHEC-Verdachtsfälle. (© dapd)
Anzeige
Weitere Auskünfte zu den von der Darminfektion betroffenen Patienten, und in welchen Kliniken sie derzeit behandelt werden, wollte die Sprecherin nicht geben. Alle drei Fälle stünden in direktem Zusammenhang mit den bereits bekannten EHEC-Infektionen in anderen Teilen Deutschlands.
Die Fälle würden derzeit abgeklärt, die bayerischen Gesundheitsbehörden seien inzwischen umfassend informiert. "Wir beobachten die Entwicklung genau und gehen jedem Fall nach", versichert die Sprecherin des LGL.
Am Montag hatte es den ersten Verdachtsfall in Bayern gegeben. Eine Frau aus dem oberfränkischen Bayreuth hatte nach einem Aufenthalt in Norddeutschland eine Durchfallerkrankung bekommen, teilte das örtliche Gesundheitsamt mit. Vorsorglich werde auch eine kleine Zahl von Personen überprüft, die mit der Frau Kontakt hatten, hieß es.
Der EHEC-Erreger grassiert derzeit vor allem in Norddeutschland - hier gibt es mittlerweile mehr als 300 bestätigte Erkrankungen. Betroffen ist vor allem Schleswig-Holstein. Die Ausbreitung wird dort als alarmierend eingeschätzt, weil die Erkrankungen auffällig oft einen schweren Verlauf mit Nierenversagen nehme, hieß es. Experten suchen noch nach dem Auslöser für die Seuche. Als Infektionsquelle wird ungewaschenes Obst und Gemüse vermutet.
- Ehec-Erreger "Wir werden weitere Menschen verlieren" 30.05.2011
- Zustand der Ehec-Patienten "Vom Nierenschaden bis zum Krampfanfall" 30.05.2011
- Verdachtsfall in Dachau Erster Patient mit Ehec-Keim 30.05.2011
- Ehec gefährdet Bauern Die Angst des Käufers vor der Tomate 30.05.2011
- Erkrankungen in München Drei neue Ehec-Fälle 30.05.2011
- Gefahren des Darmkeims Was wir aus der Ehec-Epidemie lernen müssen 29.05.2011
- Ehec in Deutschland Ärzte erwarten mehr Todesfälle 29.05.2011
(sueddeutsche.de/dpa/bica)
Vor dem ESC-Finale in Aserbaidschan
Die neueste Antwort
"Als Infektionsquelle wird ungewaschenes Obst und Gemüse vermutet."
____________________
Normalerweise kann man Obst auch ungewaschen essen,
nur nicht wenn es vorher mit Gülle aus dem großen Bakteriensilo besprüht wurde.
pira26?
Ach nein, Entschuldigung.
Es geht ja um "EHEC" und nicht um "BSE".
Nicht nur davon nicht, auch nicht davon, offenbar, wie die Evolution unseres Gehirns ablief - respektive, was die Triebfeder dafür war. Kurzer Hinweis: Erhöhte Bereitstellung tierischer Proteine.
Zitat "die Menschen aßen maßvoll Fleisch und tranken maßvoll Milch und bezahlten den Landwirten einen gerechten Preis dafür... "
Von der Armut auf dem Land früher haben Sie anscheinend noch nichts gehört. Von Höfen, die ihre Besitzer nicht ernährt haben, von unterernährten und mangelhaft bekleideten Kindern, vom Elend vieler Bauern und dem noch größeren des Gesindes.
Vielleicht sollten Sie mal Quellenstudium betreiben und sich mit der Situation der Bauern damals beschäftigen, bevor Sie in Ihrer "Früher war alles besser"Romantik versinken.
Zitat "dann gäbe es bald keinen Hunger mehr auf der Welt und Tiere nur noch als Freunde im Zoo"
Glauben Sie, der eingesperrte Löwe im Zoo wird Ihr Freund, nur weil Sie Ihn durch ein sicheres Gitter gefahrlos anschauen können?
Haben sie den Text noch irgendwo geschrieben?
Paging