Der größte Feind der Diesel-Strategen ist daher nicht die Technologie. Es ist das Image des Treibstoffs. Es beginnt damit, dass der Diesel vor Ort lange Zeit nicht sauber genug für die Importautos aus Deutschland war. Geringe Nachfrage, geringes Angebot - auch Tankstellen mit dem richtigen Diesel gibt es in den USA noch heute zu wenig. Für viele Amerikaner ist Diesel, jenes Gemisch mit Rohöl-Kohlenwasserstoffen, noch immer viel zu nah dran am Heizöl, als dass sie damit Auto fahren wollen. Diesel, den tankt man in den USA noch heute auf der anderen Seite der Tankstelle. Da wo die harten Jungs mit ihren Trucks stehen. Zwischen Ölpfützen, Russ und Gestank. Diesel und Dreck, das ging irgendwie immer schon zusammen. Die australische Band Midnight Oil nannte ihr bestes Album in den 80er Jahren Diesel and Dust. Und der kanadische Musiker Bruce Cockburn sang damals von Dust and Diesel. Staub und Diesel. Diesel und Staub. Immer das gleiche, wiederkehrende Motiv.

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Wir wissen, dass der Diesel in den USA noch in der Nische ist, aber sein Image bessert sich", sagt VDA-Chef Wissmann. "Wir kommen mit unserer Botschaft über die Premiumauto-Schiene. Das wird es uns einfacher machen." Allerdings werde man sich zunächst "auf wichtige Zentren an Ost- und Westküste konzentrieren". Und erwarte "nicht, dass wir im tiefsten Kansas jetzt scharenweise neue Diesel-Kunden bekommen". Kansas, New York oder San Francisco - der Ingenieur Diesel hatte wohl Recht, damals im Jahre 1895. Sein alter Motor, er macht immer noch große Fortschritte.

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  1. Deutschlands Diesel-Missionare
  2. Sie lesen jetzt Dust and Diesel
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(SZ vom 07.01.2012/hgn)