Wem der Fiat 500 zu harmlos ist, darf jetzt auf einen großen Namen der Renngeschichte hoffen: Abarth kommt.
Frauen lieben den neuen Fiat 500, Männer auch, wenngleich aus unterschiedlichen Gründen. Mag sein, dass der Kleine bei den einen Beschützerinstinkte weckt und die anderen einfach sein Retro-Design mögen. Wenn man überhaupt Kritik hört an der Knutschkugel, dann vielleicht an der Motorleistung. Denn der Cinquecento, vor genau einem Jahr in Turin mit großem Brimborium in Szene gesetzt, hat unter seiner Haube maximal 100 PS. Zu wenig, um auch die junge, männliche Klientel hinters Lenkrad zu locken. Im Kleinwagen-Lifestyle-Segment bevorzugt sie den Mini. Einen Cooper gibt es demnächst sogar mit 211 PS.
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Grau-Tier: Der Fiat 500 Abarth will böse sein - ein bisschen wenigstens. (© Foto: Fiat)
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Ein Hauch von Schumi im Innenraum
Abarth soll helfen. Fiat hat die Marke im vergangenen Jahr reanimiert und will sie Schritt für Schritt zu einem wichtigen Imageträger ausbauen. Abarth-Chef Luca De Meo: "Wir haben mit dem 500 einen Joker in der Hand, mit dem Potential, die Marke in Schwung zu bringen." Abarth war vor allem in den sechziger Jahren gleichbedeutend mit Rennsport und röhrenden Motoren. Die aufgestellten Hauben der kleinen Fiat, die meist frech die Strohballen am Pistenrand zerfledderten, sind unvergesslich. Abarth war so eng mit Fiat verbunden wie Oettinger mit VW oder Alpina mit BMW. Für diverse Fiat-Modelle gab es Tuning-Kits, die toll klingenden Auspuffanlagen, aber auch für viele andere Marken.
Nach dem Grande Punto mit dem Skorpion im Wappen gibt es nun also auch den knuffigen 500. Unter der Haube arbeitet ein potenter Turbo-Vierzylinder (135 PS, Benzindirekteinspritzung), der den italienischen Zwerg bei Bedarf auf 205 km/h hochtreibt. Da schaut der Vordermann auf der linken Spur und reibt sich die Augen. Für den Sprint von null auf 100 km/h gibt Fiat 7,9 Sekunden an, was ebenso manchen Sportwagenfahrer an der Ampel verblüffen dürfte.
Wem das noch immer nicht reicht, kann weiter aufrüsten - auf rund 160 PS bringt es das Tuning-Kit mit Namen "Esseesse" (steht für SS = Super Sport) und wird zünftig wie eine Ladung Grappa in einer großen Holzkiste angeliefert. So getunt, rennt der Abarth dann 211 km/h und schafft den Sprint 0-100 km/h in 7,4Sekunden.
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äh 160 PS in so ner Büchse und braucht trotzdem 7,4s auf 100 und fährt nur 211?
meine 320 Seriendieselmöhre hat 10 PS weniger, wiegt einiges mehr, braucht 1s länger auf 100 und fährt über 10 km/h schneller
Was ist da jetzt besonders an dem Fiat?
Dazu kommt noch, wer braucht sowas? Für 20000 bekomm ich auch ein Auto. Nich dass ich mir jemals einen Kaufen würde, das scheitert schon am Platzangebot, aber baut das Ding doch lieber mit 17 Zoll Magnesiumfelgen (wegen dem Gewicht), Kunststoffkarosserie und einem 800 Kubik Turbo-Benzindirekteinspritzer mit 2l Verbrauch.
Aber vermutlich kann Fiat das gar nicht ...
Ich will nicht mehr PS, sondern weniger Verbrauch. Hört endlich auf mit diesen gestrigen PS-Jubel-Artikeln, die völlig an der Realität vorbeigehen. Ich warte auf Start-Stop-Automatik und kleinere Motoren, dann kauf ich vielleicht einen 500er. Noch verbraucht er mir zuviel Benzin für so einen kleinen Wagen...