Von Von Sebastian Viehmann

Hochgereckte Daumen, zahllose Kusshändchen und viele Bellissima!-Rufe: Die Italiener lieben ihren neuen Fiat 500 wie den alten - der erste Fahrbericht mit neuen Bildern.

Luca de Meo ließ sich nicht lumpen. Als der drahtige Italiener, seines Zeichens Markenchef bei Fiat, auf der wohl größten Pressekonferenz in Fiats Geschichte den neuen Cinquecento beschrieb, reichten Worte wie "fantastisch" oder "grandios" nicht aus. Mit dem Auto fahre Fiat "auf dem Strom seiner Geschichte bis zum Jungbrunnen zurück". Als de Meo gar von einer "Kopernikanischen Wende" sprach, wären die italienischen Autojournalisten wohl fast zum Gebet auf die Knie gefallen. Die Erde mag sich ja um die Sonne drehen, aber in Italien dreht sich die Sonne zurzeit nur um Fiat.

Fiat 500

Zurück zum Jungbrunnen: Mit dem 500 surft jetzt auch Fiat noch auf der Retro-Welle mit - mit Erfolg. (© Foto: Pressinform)

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Und das hat seinen Grund. Der ist 3,55 Meter lang, weckt mit seinen Kulleraugen-Scheinwerfern sofort den Kindchen-Schema Reflex in jedem von uns - und ist einfach ein Auto zum Knuddeln.

Während im originalen Cinquecento (Koseform: Cinquino) eigentlich nur kleine schlanke Italiener mit raumoptimierter Gelfrisur genügend Platz fanden, können sich in seinem Urenkel auch gut genährte Mitteleuropäer bequem ausstrecken. Allerdings nur vorn. Denn auf der Rückbank wird es für Erwachsene arg eng an Kopf und Knien.

Schlüssel in Wagenfarbe lackiert

Dafür gefallen die straffen Sitze und die üppige Farbenpracht. Zur Auswahl stehen zwölf Lackierungen, drei Ausstattungslinien, 15 Farben fürs Interieur, neun Felgen und auf Wunsch sogar 19 verschiedene Aufkleber für die Karosserie. Der Cinquecento ist ein ähnlicher Tausendsassa wie der Mini. Genial: Sogar der Zündschlüssel des Italo-Zwergs ist farblich auf das Auto abgestimmt.

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