Es war ein strahlender Sommertag im Jahre 1955 - auch in der Nähe von Osnabrück. Fotografien von damals zeigen Herren mit Sonnenbrillen, die auf die eleganten Formen eines neuen Autos schauen. An diesem Tag wurde der Karmann-Ghia erstmals präsentiert.
Das Rezept des Modells, das den Namen eines norddeutschen Karosseriebauers mit dem eines italienischen Designers verbindet, ist ein denkbar simples: Man nehme Technik und Unterbau eines VW Käfers und verstecke sie unter einer eleganten Karosserie.
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Zwei Ghia-Karmänner: Ein Karmann-Ghia Coupe mit 50 PS und 138 Stundenkilometern und ein geschlossenes Karmann-Ghia Cabriolet mit ebenfalls 50 PS und 138 Stundenkilometern. (© Foto: Karmann / dpa/lni)
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Doch bis des Käfers neue Kleider tatsächlich vorgestellt werden konnten, waren einige Hürden zu überwinden.
Karmann in Osnabrück war das einzige Unternehmen, das auf engere Kontakte zu den Wolfsburger Autobauern vertrauen konnte - schließlich fertigten die Niedersachsen schon das Käfer Cabriolet.
Zuerst kein Interesse...
Doch Firmenchef Wilhelm Karmann hatte große Pläne - war ihm doch aufgefallen, dass gerade in den USA kleine sportliche Autos aus Europa viele Liebhaber hatten. Bei Volkswagen jedoch zeigte man an einem solchen Projekt kein Interesse.
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