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Verhaltenspsychologie:Billigmode um jeden Preis

Schlussverkauf in London

Ewiger Schlussverkauf: Viele Modegeschäfte locken das ganze Jahr über mit Sonderangeboten.

(Foto: action press)

Pestizide und Hungerlöhne: Viele Verbraucher kennen die ökologischen und sozialen Folgen von Billigmode. Doch dieses Wissen beeinflusst ihr Konsumverhalten nicht. Lässt sich das ändern?

Von Wiebke Rögener

Die junge Frau schwenkt ein rosa Hemdchen vor der Kamera. "Und dann habe ich noch dieses mega-mega-mega-süße Top gefunden, drei Euro fünfundneunzig", flötet sie und kramt schon das nächste Teil aus ihrer Tasche. Unzählige Jugendliche abonnieren Youtube-Kanäle, auf denen Shopping Queens vorführen, was sie bei ihrem letzten Beutezug - neudeutsch "Haul" - durch Billigläden erworben haben. Das öffentliche Auspacken von Einkaufstüten beeinflusst das Kaufverhalten junger Menschen stärker als alle Informationen über die problematischen Aspekte der Billigmode: die riesigen Mengen von Pestiziden, die auf Baumwollfeldern verteilt werden zum Beispiel, oder die erbärmlichen Arbeitsbedingungen, unter denen kurzlebige Klamotten in China, Bangladesch und anderswo produziert werden. Warum ist das so? Und lässt sich das irgendwie ändern?

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