bedeckt München

Die Zahl:6

Sekunden lang gähnen Primaten im Schnitt. Bei Mäusen sind es nur anderthalb Sekunden. Wahrscheinlich hängt die Gähndauer mit der Größe des Gehirns zusammen.

Von Hanno Charisius

Sekunden dauert einmal Gähnen bei Primaten, während das reflexartige Verhalten bei Mäusen weniger als 1,5 Sekunden währt. Grundsätzlich gähnen Primaten im Schnitt 1,5 Sekunden länger als andere Säugetiere. Zu diesem Ergebnis gelangten drei amerikanische Psychologen, indem sie die Gähndauer von 29 Säugetierarten - darunter Igel, Kätzchen, Füchse, Menschen und Elefanten - stoppten. Im Fachjournal Biology Letters vermuten die Forscher, dass es einen Zusammenhang zwischen Gähndauer und Hirngröße gibt. Demnach gähnt länger, wer mehr Hirnmasse und mehr Nervenzellen in der Cortex genannten äußeren Hirnregion hat. Der Mensch ist mit etwas über sechs Sekunden Rekordhalter, gefolgt mit ziemlich genau sechs Sekunden vom Afrikanischen Elefanten, dessen Gehirn ähnlich viel wiegt, wie das des Homo sapiens. Ihre Beobachtung stütze die Annahme, dass Gähnen den Blutfluss zum Gehirn verbessert, schreiben die Forscher.

© SZ vom 07.10.2016
Zur SZ-Startseite