Verbraucherschützer:Neuer Posten für Klaus Müller

Der Chef der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) und frühere Grünen-Politiker Klaus Müller soll Präsident der Bundesnetzagentur werden. Er wolle Müller für die Nachfolge des scheidenden Präsidenten Jochen Homann vorschlagen, teilte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Donnerstag mit. Lies sitzt dem Beirat der Bonner Behörde vor. Müller sei "der richtige Kandidat, um beide Ziele zu verwirklichen: Die Umsetzung von Klimaschutz und Energiewende ebenso wie die Digitalisierung."

Die Netzagentur spielt eine Schlüsselrolle beim Ausbau der Energieinfrastruktur, aber auch von Kommunikationsnetzen. Derzeit prüft sie auch, ob die Betreiber der umstrittenen Pipeline Nord Stream 2 die Regeln für einen unabhängigen Netzbetrieb erfüllen. Sie untersteht Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, der die Personalie unterstützt. "Klaus Müller ist ein überzeugter Befürworter der Energiewende, der den Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Netze mit großem Engagement und klarem Kurs forcieren wird", sagte Habeck am Donnerstag. Müller, 50, war von 1998 bis 2000 Mitglied des Bundestages und machte sich als Finanzpolitiker einen Namen, ehe er bis 2005 Umwelt- und Agrarminister in Schleswig-Holstein wurde. Seit fast sieben Jahren ist er Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes. Sein Vorgänger Jochen Homann hatte die Behörde zehn Jahre lang geleitet. Er geht Ende Februar in den Ruhestand.

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