Themen & Trends Aus für eine unterlegene Technik

Nach 40 Jahren endet demnächst die Geschichte des Videoformats Betamax. Sony will nun auch die Produktion der Kassetten einstellen. Das System konnte sich nie gegen VHS durchsetzen.

Start: Der US-Technologiekonzern Apple bringt diese Woche seinen neuen Tablet-Computer iPad Pro auf den Markt. Die Tablets können ab Mittwoch in insgesamt 40 Ländern, darunter auch in Deutschland, online bestellt werden. Später in der Woche sollen die Geräte dann auch in den Regalen der Apple-Geschäfte stehen. In Deutschland kostet das neue Tablet in der günstigsten Variante 899 Euro. Vorgestellt hatte Apple das iPad Pro im September: Der Tablet-Computer ist mit seinem 12,9-Zoll-Bildschirm größer als die Vorgänger-Modelle und soll vor allem für den Einsatz in der Arbeitswelt geeignet sein. Wie beim Konkurrenzprodukt Surface von Microsoft gibt es deshalb auch eine ansteckbare Tastatur, außerdem kann das iPad Pro auch mit dem neuen Computerstift Apple Pencil bedient werden.

Stop: Nach vier Jahrzehnten geht die Ära des Videoformats Betamax endgültig zu Ende, das einst den Kampf gegen das VHS-Format verloren hat. Spätestens im März 2016 will Sony den Verkauf von Betamax- und MicroMV-Kassetten stoppen. "Abhängig vom Stand der Nachfrage" könne dies aber bereits auch früher der Fall sein, hieß es vom japanische Elektronikkonzern weiter. Sony hatte das Magnetband-Videoformat Betamax 1975 eingeführt, um Verbrauchern die Aufzeichnung von analogen Fernsehsendungen zu ermöglichen. Besonders beliebt waren die Kassetten 1984, als laut Sony rund 50 Millionen Stück ausgeliefert wurden. Das zunächst von Toshiba und anderen Elektronikkonzernen unterstützte Format setzte sich allerdings nicht im harten Konkurrenzkampfs um das Standard-Videoformat durch. Das wurde letztlich VHS. Betamax-Rekorder werden übrigens bereits seit 2002 nicht mehr von Sony hergestellt.