Tesla-Fabrik: Anhörung wird wiederholt

Brandenburg wiederholt die Anhörung von Kritikern der im Bau befindlichen Tesla-Fabrik in Grünheide bei Berlin. Die neue Online-Konsultation von mehr als 800 Einwänden werde vom 2. bis zum 22. November erfolgen, kündigte das Landesamt für Umwelt in Potsdam an. Der E-Auto-Konzern des Unternehmers Elon Musk wollte schon im Juli mit der Produktion in Brandenburg beginnen, doch Verzögerungen im Genehmigungsverfahren änderten den Zeitplan.

Die Neuauflage der Erörterung geht auf Kritik der Umweltverbände Naturschutzbund (Nabu) und Grüne Liga Brandenburg zurück. Sie warfen Brandenburgs Umweltministerium vor, die Frist zur Bekanntmachung der Internet-Konsultation - mindestens eine Woche vorher - sei beim ersten Mal nicht eingehalten worden. Die Kommentare aus der jüngsten Erörterung werden laut Ministerium dennoch geprüft.

Tesla baut in Grünheide seine erste europäische Fabrik und hatte zuletzt gehofft, dort noch in diesem Jahr erste Autos zu fertigen. "Wir rechnen damit, die abschließenden Genehmigungen vor dem Ende dieses Jahres zu erhalten", hieß es im jüngsten Quartalsbericht - kurz bevor die Neuauflage der Anhörungen bekannt wurde.

Trotz Chipkrise und Lieferproblemen hat Tesla unterdessen den dritten Rekordgewinn in Folge erzielt. Mit 1,6 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) verdiente der US-Konzern im dritten Quartal fast fünfmal mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz wuchs um 57 Prozent auf den Rekordwert von 13,8 Milliarden Dollar.

Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB