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Sozialer Arbeitsmart:Erste Erfolge

Detlef Scheele

Detlef Scheele, Chef der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit, freut sich über das Engagement privater Arbeitgeber.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Seit 2019 wird die Einstellung von Langzeit­arbeitslosen bezuschusst. Das Programm kommt offenbar gut an.

Der neu geschaffene soziale Arbeitsmarkt ist offenbar gut gestartet. Seit Anfang des Jahres läuft das vier Milliarden Euro schwere Projekt der Bundesregierung, mit dem staatlich bezuschusste Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose geschaffen werden sollen - in Unternehmen, Kommunen und gemeinnützigen Einrichtungen. In den ersten sechs Monaten seien 21 300 Langzeitarbeitslose in öffentlich geförderte Jobs vermittelt worden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. Damit seien sie schon nach einem halben Jahr "etwa bei der Hälfte der erwarteten Beschäftigungsverhältnisse". Das sei "gigantisch schnell". Eigentlich waren die vier Milliarden Euro bis 2022 geplant. Angesichts der Entwicklung könnten sie Scheele zufolge aber schon nächstes Jahr ausgeschöpft sein.

Wer sechs Jahre oder länger Hartz-IV-Empfänger ist, kann über den sozialen Arbeitsmarkt für fünf Jahre eine sozialversicherungspflichtige Stelle finden, zum jeweiligen Tarif- oder Mindestlohn. Anfangs werden diese Stellen zu 100 Prozent bezuschusst, dann sinkt die Förderung. Für Arbeitslose, die seit mindestens zwei Jahren keinen Job haben, gibt es eine zweijährige Förderung. Offenbar bieten durchaus auch private Unternehmen Stellen für Langzeitarbeitslose an, nicht nur gemeinnützige Träger. In manchen Bezirken der Arbeitsagenturen stammten bis zu 70 Prozent der angebotenen Stellen von privaten Arbeitgebern, sagte Scheele.