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Nach Südkorea:Intel verkauft Flashspeicher-Sparte

Der Chipkonzern Intel trennt sich von einer Flashspeicher-Tochter, um sich mehr auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. Der südkoreanische Chipkonzern SK Hynix zahlt insgesamt neun Milliarden Dollar für die sogenannte Nand-Memory-Sparte, wie beide Unternehmen mitteilten. Der Geschäftsübergang und die Zahlungen erfolgen über mehrere Jahre bis 2025.

Intel verabschiedet sich damit aus einem Segment, das wegen der ständig sinkenden Preise für Flashspeicher als schwierig gilt. Diese Chips werden vor allem in Massenspeichern wie USB-Sticks und Kamera-Speicherkarten verwendet. Der US-Chiphersteller hatte seit einiger Zeit den Ausstieg aus dem Geschäft erwogen, weil nicht die gewünschten Gewinne erwirtschaftet werden konnten. Ein Überangebot an Speicherchips hatte vor zwei Jahren die Preise einbrechen lassen. Eine hohe Nachfrage sorgte dann aber dafür, dass die Preise wieder anzogen.

Experten sehen SK Hynix nun in der Position, die Marktposition in dem durch die Corona-Krise boomenden Flashspeichergeschäft weiter auszubauen. Speicherchips, wie sie SK Hynix produziert, werden auch in Smartphones, Tablet Computern und PCs verwendet.

© SZ vom 21.10.2020 / dpa
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