bedeckt München

Meyer-Werft:Betriebsrat fürchtet um 600 Jobs

Beim kriselnden Kreuzfahrtschiffbauer Meyer-Werft an der Ems steht nach Angaben des Betriebsrates der Abbau von mehr als 600 Arbeitsplätzen im Raum. Diese Zahl nannten die Arbeitnehmervertreter nach Gesprächen mit der Geschäftsführung. Die Firmenleitung äußerte sich zu den Zahlen nicht. Es gebe ein Angebot, über das aber noch verhandelt werden müsse, sagte ein Sprecher. Nach Angaben der IG Metall fordert die Geschäftsführung außerdem, dass jeder Arbeitnehmer 200 Stunden Mehrarbeit ohne Bezahlung leisten soll. Lohnerhöhungen soll es nur geben, wenn die Meyer-Werft wieder Gewinne in einer bestimmten Höhe erziele. Wegen des Stillstands der Kreuzfahrtbranche in der Pandemie hat die familiengeführte Werft zwar keine Aufträge verloren. Sie muss ihre Ozeanriesen aber langsamer bauen und über die kommenden Jahre 1,2 Milliarden Euro einsparen. Auf der Werft und den Tochterfirmen in Papenburg arbeiten etwa 4500 Menschen.

© SZ vom 23.02.2021 / dpa
Zur SZ-Startseite