Klick-Blick: Skurrile News aus dem Netz Grüne Mauer

Mauerbau in Rio - eine Ökobarriere für den Regenwald.

(Foto: Foto: Screenshot)

Grüne Mauer

Seit fast 20 Jahren ist die Berliner Mauer Geschichte, im brasilanischen Rio de Janeiro wird derzeit jedoch ein neuer Wall errichtet. Betroffen sind die sogenannten Favelas, die Armenviertel der Millionenstadt. Zwar ist die Reisefreiheit der Bewohner nicht gefährdet, doch Argwohn ruft der Mauerbau trotzdem hervor, berichtet msnbc.com.

Das Projekt, das mit der Umzäunung der Favela Dona Marta beginnt, wird insgesamt an die 17 Millionen Dollar (12,5 Millionen Euro) kosten. Bewohner, die auf dem Mauerstreifen wohnen, müssen sogar umgesiedelt werden.

Offiziell will der Bundesstaat Rio de Janeiro damit die Ausweitung der Slums und die damit verbundene wilde Abholzung des Regenwalds eindämmen - schließlich gibt es in und um Rio herum noch jede Menge wilden Urwalds. "Ecobarreira" - Öko-Zaun - wird die Konstruktion aus Zement, Beton und Stacheldraht deshalb im Vorfeld genannt. Über 200 Hektar Wald sollen allein in den vergangenen drei Jahren zerstört worden sein.

Über den sozialen Nebeneffekt, dass die Viertel der ärmeren Stadtbewohner quasi eingezäunt beziehungsweise von den Vierteln der Reichen abgeschottet werden, wird zwar diskutiert. Doch offiziell geschieht die ganze Aktion natürlich nur der Umwelt zuliebe.

Im vierten Teil: Wie die kanadische Einöd-Provinz Saskatchewan High-Potentials umwirbt.