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Industrieaufträge:Über Vorkrisenniveau

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie haben sich im Oktober den sechsten Monat in Folge gefüllt und sind damit dicker als vor Krisenbeginn. Die Bestellungen wuchsen wegen der guten Nachfrage aus dem Inland und aus Übersee um 2,9 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte. Gemessen am Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Corona-Einschränkungen, liegen die Bestellungen um 0,8 Prozent höher. "Das ist ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk", sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. "Die Daten machen Hoffnung, dass die Wachstumsrückgänge im laufenden Quartal nicht ganz so stark ausfallen werden." Zentral dafür sei jetzt, dass die Produktion von der günstigen Auftragslage stärker angetrieben werde, sagte der Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, Alexander Krüger. Da die Lockdown-Maßnahmen noch anhalten werden, bleibe die produktionsseitige Abarbeitung eingeschränkt. Die Aufträge aus Deutschland legten im Oktober um 2,4 Prozent zu, die aus dem Ausland sogar um 3,2 Prozent.

© SZ vom 05.12.2020 / Reuters
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