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Devisen und Rohstoffe:Ölpreis steigt weiter

Die sinkenden Ölreserven in den USA deuten auf eine Erholung am Ölmarkt hin. Die Notierungen steigen den dritten Tag in Folge. Am Cyber-Devisenmarkt erreicht der Bitcoin-Kurs erneut einen Rekord.

Der Euro ist am Mittwoch weiter gestiegen. Am Abend wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1973 Dollar gehandelt und damit 0,2 Prozent höher als am Vorabend. Der Euro profitierte damit weiter von Kursverlusten des Dollar, die am Dienstag nach der Veröffentlichung von Daten zur Preisentwicklung in den USA eingesetzt hatten. Im März war die amerikanische Inflationsrate auf 2,6 Prozent gestiegen und damit stärker als erwartet. Das Inflationsziel der US-Notenbank Fed von zwei Prozent wurde damit erstmals seit Februar 2020 überschritten. Die Rekordjagd beim Bitcoin hielt an. Die weltweit bekannteste und größte Cyberdevise verteuerte sich um bis zu 2,7 Prozent auf eine neue Bestmarke von 64 895 Dollar. Anleger schauen auf den Börsengang der Krypto-Plattform Coinbase an der Nasdaq. Experten sehen die Emission als einen Meilenstein für den gesamten Markt des Digitalgeldes.

Die Ölpreise stiegen den dritten Tag in Folge. Marktbeobachter verwiesen auf die jüngste Entwicklung der Reserven in den USA, die den Notierungen weiter Auftrieb verliehen hatten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Abend 66,42 Dollar. Das waren 4,3 Prozent mehr als am Vortag. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Rückgang der Lagerbestände an Rohöl um 3,61 Millionen Barrel verzeichnete. Sinkende Ölreserven können ein Hinweis auf eine steigende Nachfrage oder ein zu geringes Angebot sein und stützen in der Regel die Ölpreise. Auch die Prognose der Internationale Energiebehörde (IEA) gab den Preisen Auftrieb. Die IEA rechnet damit, dass sich Angebot und Nachfrage im zweiten Halbjahr ausbalancieren werden. Die Ölproduzenten, die wegen eines Überangebotes ihre Förderungen drosselten, würden dann zusätzliche zwei Millionen Barrel pro Tag liefern müssen, um der Nachfrage gerecht zu werden.

© SZ vom 15.04.2021 / amon, Reuters, dpa
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