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Devisen und Rohstoffe:Kupfer-Preis auf Rekord

In der Hoffnung auf eine konjunkturelle Erholung steigen die Rohstoffpreise kontinuierlich. Besonders Kupfer ist gefragt bei einem begrenzten Angebot. Dies treibt den Preis nach oben.

Der Euro hat am Montag weiter zugelegt. Mit 1,2177 Dollar erreichte die Gemeinschaftswährung in der Nacht den höchsten Stand sei Ende Februar. Am Abend kostete sie 1,2143 Dollar. Der Euro hat zuletzt von enttäuschenden Arbeitsmarktdaten aus den USA profitiert. Der monatliche Jobmarktbericht der US-Regierung war am Freitag sehr schwach ausgefallen. Unterdessen stieg das Pfund Sterling nach der Parlamentswahl in Schottland auf bis zu 1,411 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten. Anleger seien erleichtert darüber, dass ein weiteres schottisches Unabhängigkeitsreferendum in naher Zukunft unwahrscheinlich sei, sagten Börsianer.

Am Rohstoffmarkt stieg der Preis für Kupfer um bis zu 3,2 Prozent auf ein Rekordhoch von 10 747,50 Dollar je Tonne. Die erwartete Erholung der Weltwirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie treibe die Nachfrage, sagte Rohstoff-Experte Malcolm Freeman vom Brokerhaus Kingdom Futures. Gleichzeitig ist das Angebot knapp. Andere Industriemetalle wie Zinn, Zink oder Aluminium waren jeweils so teuer wie seit Jahren nicht mehr.

Der Hackerangriff auf einen US-Pipelinebetreiber trieb die Rohölpreise nach oben. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um bis zu 1,3 Prozent auf 69,20 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI gewann ähnlich stark auf 65,75 Dollar. Da unklar ist, wann die zentrale Pipeline zur Versorgung der US-Ostküste den Betrieb wieder aufnehmen kann, kletterten auch die Preise für künftige Lieferungen. Am Wochenende musste Colonial Pipeline sein gesamtes Rohr-Netzwerk abschalten. Das gesamte Leitungssystem des Betreibers ist fast 9 000 Kilometer lang. Im Kern verbindet es Raffinerien und Ölhäfen am Golf von Mexiko mit den Ballungsräumen an der US-Ostküste und führt bis New Jersey. Rund die Hälfte des Treibstoffs für die US-Ostküste wird über diese Pipelines transportiert.

© SZ vom 11.05.2021 / amon, Reuters, dpa
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