Devisen und Rohstoffe:Eurokurs fällt unter 1,12 Dollar

Die angespannte Corona-Lage schlägt auf die Stimmung der deutschen Unternehmen. Das Geschäftsklima des Münchner Ifo-Instituts fällt zum fünften Mal in Folge. Der Euro reagiert mit Verlusten darauf.

Belastet von dem erneut schlecht ausgefallenen Ifo-Geschäftsklimaindex ist der Euro am Mittwoch gefallen. Die Gemeinschaftswährung sank unter die Marke von 1,12 Dollar und notierte am Nachmittag 0,4 Prozent tiefer bei 1,1196 Dollar. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November erneut verschlechtert. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigstes Konjunkturbarometer, fiel gegenüber dem Vormonat um 1,2 Punkte auf 96,5 Zähler, wie das Ifo-Institut am Mittwoch in München mitteilte. Es ist der fünfte Rückgang in Folge. Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas moderateren Rückgang gerechnet. Laut der Commerzbank geht dies hauptsächlich auf das Konto der vierten Corona-Welle. Diese gilt unter Börsianern seit einigen Tagen schon als Kernargument für gefallene Aktienkurse, ergänzt durch erneute Inflations- und Zinsbedenken. "Die deutsche Wirtschaft dürfte im Winterhalbjahr bestenfalls stagnieren", folgerte der Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer.

Der Ölpreis zeigte sich nach dem Anzapfen der US-Ölreserven zur Wochenmitte wenig verändert. Im Nachmittagshandel notierte ein Barrel der US-Sorte WTI 0,1 Prozent tiefer bei 78,40 Dollar, nachdem er zuvor noch bis auf 79,23 Dollar gestiegen war. Anleger rechneten nicht mit nachhaltig sinkenden Ölpreisen. Die Freigabe sei ein Tropfen auf den heißen Stein, urteilten die Experten von Goldman. Mit Spannung werde nun erwartet, wie die OPEC+, zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören, bei einem Treffen am 2. Dezember auf die Freigabe von Reserven reagieren werden. Die Vereinigten Staaten hatten am Dienstag angekündigt, in Abstimmung mit China, Indien, Südkorea, Japan und Großbritannien Millionen Fässer Öl aus strategischen Reserven freizugeben. Damit wollen die USA auch einen weiteren Preisanstieg an den Zapfsäulen verhindern.

Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB