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Devisen und Rohstoffe:Bitcoin stürzt weiter ab

China verschärft seinen Kurs gegen privatwirtschaftliche Kryptowährungen wie zum Beispiel Bitcoin. Die Cyberdevise beschleunigt ihre Talfahrt. Der Wertverfall beim Goldpreis ist dagegen vorerst beendet.

Der Euro hat sich am Montag etwas von seinen herben Verlusten der vergangenen Woche erholt. Am Abend stieg der Kurs der Gemeinschaftswährung wieder über die Marke von 1,19 Dollar und erreichte ein Tageshoch bei 1,1921 Dollar. Auftrieb erhielt der Euro zum Wochenauftakt durch eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten. Die Angst vor einer strafferen Geldpolitik in den USA schwächte sich spürbar ab.

Der Dollar als Weltreservewährung verlor an Wert, andere Währungen konnten zulegen. Unterdessen brach der Kurs der Kryptowährung Bitcoin zeitweise um mehr als zehn Prozent auf 31 700 Dollar ein. "Die chinesische Regierung zieht dem heimischen Mining-Geschäft offensichtlich den Stecker", sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Am Wochenende hatten die Behörden die Schließung weiterer Serverfarmen, die für die Verschlüsselung und Validierung von Transaktionen genutzt werden, angeordnet. Die Betreiber dieser Rechner heißen im Fachjargon "Schürfer" oder "Miner" und werden in Bitcoin bezahlt. Bislang wurde weltweit rund die Hälfte der neuen Bitcoin in China geschürft. Mit der Initiative setzt China seinen rigorosen Kurs gegen Digitalwährungen fort. Dieses sogenannte "Mining" gilt aufgrund seines hohen Stromverbrauchs als umweltschädlich. Von ihren Rekordständen haben sich die großen Internetdevisen in den vergangenen Wochen deutlich entfernt: Der Kurs des Bitcoins war noch Mitte April bis auf fast 65 000 Dollar gestiegen.

Das Gold beendet seine Talfahrt. Eine Feinunze verteuerte sich um 1,2 Prozent auf 1784 Dollar. "ETF-Anleger scheinen das niedrigere Preisniveau bei Gold als Kaufgelegenheit zu erachten", sagt Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch. "Sollte sich dies in den kommenden Tagen bestätigen, wäre das ein positives Zeichen und würde unseres Erachtens für eine baldige Preiserholung sprechen."

© SZ vom 22.06.2021 / amon, Reuters, dpa
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