Devisen und Rohstoffe:Bitcoin-Kurs bei 60000 Dollar

Auf der Suche nach einem Inflationsschutz steuerten immer mehr Investoren Bitcoin an. Die größte und älteste Cyberdevise knackt das erste Mal seit Mitte April wieder die Marke von 60000 Dollar.

Der Euro-Kurs hat sich am Freitag bei 1,16 Dollar eingependelt. Am Abend notierte die Gemeinschaftswährung kaum verändert bei 1,1603 Dollar. Die schwelenden Inflationsängste verliehen Bitcoin zum Wochenschluss noch einmal ordentlich Schwung. Die größte und älteste Cyberdevise knackte das erste Mal seit Mitte April wieder die Marke von 60 000 Dollar, sie stieg in der Spitze um 7,2 Prozent. Das Allzeithoch liegt bei knapp 65 000 Dollar. "Anleger sehen im digitalen Gold womöglich eine bessere Inflationsabsicherung als im physischen Gold", schreiben die Analysten der LBBW in einem Kommentar. Allein in diesem Monat hat Bitcoin rund 40 Prozent an Wert zugelegt. Gold kommt im selben Zeitraum auf ein Plus von 2,6 Prozent.

Treiber der jüngsten Bitcoin-Rally sind laut Analyst Timo Emden von Emden Research aber auch Spekulationen auf die Zulassung des ersten börsengehandelten Fonds auf Grundlage von Futures-Kontrakten in den USA. Die US-Börsenaufsicht SEC ist laut Bloomberg bereit, den Handel mit dem ersten US-Bitcoin-Futures-ETFs ab nächster Woche zu erlauben. "Die Genehmigung eines börsengehandelten Fonds auf amerikanischen Grund und Boden wäre ein Ritterschlag für Bitcoin und Co", sagte Emden. Damit wären Kryptowährungen vielleicht endgültig im Mainstream angekommen.

Die Ölpreise sind zum Wochenschluss weiter gestiegen. Der Preis für die Nordseesorte Brent kletterte um bis zu 1,3 Prozent auf 85,10 Dollar je Fass und markierte damit den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Das US-Öl WTI markierte mit 82,49 Dollar je Barrel ein frisches Siebes-Jahres-Hoch. Im Zuge der Konjunkturerholung sind auch die Kohle- und Gaspreise deutlich gestiegen, was Öl als Brennstoff für die Stromerzeugung attraktiver macht und die Rohölpreise nach oben treibt.

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