bedeckt München
vgwortpixel

Devisen, Rohstoffe:Palladium auf Rekordhoch

Anhaltende Spekulationen auf einen Angebotsengpass treiben den Palladiumpreis weiter an. Von der Verschiebung des Brexits profitieren Pfund und Euro nur etwas.

Am Devisenmarkt war der Brexit das bestimmende Thema. Die Europäische Union gewährte Großbritannien wie gewünscht einen Aufschub für den Ausstieg aus der Staatengemeinschaft bis Ende Januar. Unterdessen drängt Premierminister Boris Johnson das britische Unterhaus weiter dazu, für Neuwahlen im Dezember zu stimmen. Diese würden automatisch zu einem zweiten Referendum über den EU-Ausstieg Großbritanniensn führen, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. "Was nach den Neuwahlen in Sachen Brexit passieren wird, bleibt daher vollkommen offen." Vor diesem Hintergrund stieg der Kurs britischen Währung etwas an. Das Pfund Sterling verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 1,2865 Dollar. Gegenüber dem Euro zog das Pfund um 0,2 Prozent auf 1,1595 Euro an. Zum Dollar stieg die europäische Gemeinschaftswährung etwas an und kostete 1,1093 Dollar nach 1,7078 Dollar am Vorabend.

Angesichts anhaltender Spekulationen auf einen Angebotsengpass geht die Rekordjagd des Palladiumpreises weiter. Das zur Herstellung von Auto-Katalysatoren für Benzinmotoren benötigte Edelmetall verteuert sich um 2,1 Prozent auf 1801 Dollar je Feinunze. Gold hingegen verbilligte sich um 0,8 Prozent auf 1493 Dollar je Feinunze.

Die Ölpreise verbilligten sich. Die Notierung für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI fiel um 0,9 Prozent auf 56,14 Dollar, Die Nordseesorte Brent kostete mit 61,80 Dollar um 0,4 Prozent weniger als am Vortag. Besonders in der vergangenen Woche hatten die Erdölpreise deutlich zugelegt. Grund war ein überraschender Rückgang der amerikanischen Rohölreserven. Hinzu kommt eine etwas weniger skeptische Marktsicht auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China. Die mit dem Disput verbundenen Konjunkturrisiken werden daher etwas weniger stark gewichtet.