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Devisen, Rohstoffe:Ölpreise steigen wieder

Nach dem achtprozentigen Kursrutsch zum Wochen­beginn geht es mit den Ölpreisen etwas nach oben. Am Anleihenmarkt fällt die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf ein Fünfeinhalb-Monats-Tief.

Der Euro hat am Dienstag leicht nachgegeben. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1780 Dollar und damit 0,2 Prozent weniger als am Montag. Belastet wird der Euro derzeit durch die schlechtere Stimmung an den Aktienmärkten. Der Dollar und der japanische Yen, die beide als sichere Alternativen gelten, erhielten im Gegenzug Auftrieb. Darüberhinaus blickten die Investoren gespannt auf die Beratungen der EZB am Donnerstag. Die Währungshüter wollen unter anderem ihren geldpolitischen Ausblick überarbeiten. Sie würden sicher an ihrem bisherigen ultra-lockeren Kurs festhalten, prognostizierte Rabobank-Strategin Jane Foley. Die Aussicht auf weitere Wertpapierkäufe der EZB drückte die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf ein Fünfeinhalb-Monats-Tief von minus 0,44 Prozent.

Nach den starken Vortagesverlusten stiegen die Ölpreise. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Abend 69,59 Dollar. Das waren 1,4 Prozent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI stieg um 1,3 Prozent. Am Montag waren die Erdölpreise erheblich unter Druck geraten. In der Spitze gaben die Notierungen um fast acht Prozent nach. So hatte sich die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten auf die Rohstoffmärkte übertragen und auch der stärkere Dollar lastete auf den Preisen, da er das in der amerikanischen Währung gehandelte Öl für viele Interessenten verteuerte. Der Einfluss der Opec-Entscheidung vom Wochenende auf eine schrittweise höhere Förderung gilt als zwiespältig. Einerseits könnte das höhere Angebot Druck auf die Ölpreise ausüben. Andererseits ist mit der Einigung das Risiko einer Eskalation bis hin zu einem Zerfall des Ölverbunds Opec+ mit unkontrolliert steigendem Angebot gesunken. Ein Streit zwischen der Ölmacht Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte eine Verständigung zunächst verhindert.

© SZ vom 21.07.2021 / amon, Reuters, dpa
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