Devisen, Anleihen, Rohstoffe:Euro hält sich über 1,18 Dollar

Die Gemeinschaftswährung kann trotz des enttäuschenden Ifo-Geschäftsklimas leicht zulegen. Das britische Pfund profitiert derweil von rückläufigen Corona-Infektionen im Königreich.

Der Euro hat am Montag kaum auf den enttäuschend ausgefallenen Ifo-Geschäftsklimaindex reagiert. Die Gemeinschaftswährung hielt sich am Nachmittag knapp über der 1,18-Dollar-Marke und notierte damit 0,3 Prozent höher als am vergangenen Freitag. Der als vergleichsweise sicher geltende japanische Yen profitierte von der gedämpften Risikofreude der Anleger. Angesichts der grassierenden Delta-Variante des Coronavirus wuchs zuletzt die Unsicherheit an den Finanzmärkten.

Im Gegenzug griffen einige Investoren zu Bundesanleihen. Dies drückte die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatstitel zeitweise auf minus 0,449 Prozent.

Derweil legte das britische Pfund gegenüber dem Dollar und dem Euro zu. Am Wochenende hatten Daten einen Rückgang der Covid-19-Fälle in Großbritannien gezeigt. Experten warnten allerdings, dass die vollen Auswirkungen der Wiedereröffnung der Wirtschaft auf die Infektionsraten noch abzuwarten seien. Das Pfund hatte sich in den letzten Wochen besser gehalten als die meisten Hauptwährungen. Unterstützt wurde die britische Devise durch Großbritanniens hohe Impfrate zu einer Zeit, in der die Delta-Variante weltweit einen Anstieg der Fälle verursachte.

Am Rohstoffmarkt trieb ein drohender Angebotsengpass den Kupferpreis nach oben. Das wichtige Industriemetall verteuerte sich um 2,7 Prozent auf 9765 Dollar je Tonne. Auslöser der Spekulationen sind Überflutungen in der Industrie-Metropole Zhengzhou in der Provinz Henan.

Rohöl verbilligte sich hingegen. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete mit 73,80 Dollar 0,4 Prozent weniger. Marktbeobachter verwiesen auf wachsende Sorgen vor neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, weil die ansteckendere Delta-Variante für steigende Infektionszahlen sorgt. Vor diesem Hintergrund wird ein Rückgang der Nachfrage nach Treibstoffen befürchtet, was die Ölpreise belastet.

© SZ vom 27.07.2021 / SZ, Reuters, dpa
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