Bundesverwaltungsgericht Küken-Urteil verschoben

Das Bundesverwaltungsgericht hat seine ursprünglich für diesen Donnerstag geplante Entscheidung zum umstrittenen Kükentöten verschoben. Es gebe noch weiteren Beratungsbedarf, sagte eine Sprecherin des Gerichts in Leipzig. Zudem hätten mehrere Fernsehsender beantragt, die Urteilsverkündung live zu übertragen. Über die Zulassung des Fernsehens müsse der Senat ebenfalls noch entscheiden. Das Urteil soll nunmehr am 13. Juni gesprochen werden (Az.: BVerwG 3 C 28.16 und 3 C 29.16). In dem Rechtsstreit geht es um das Töten männlicher Küken in der Legehennenzucht. Rund 45 Millionen Tiere werden in Deutschland jedes Jahr getötet. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte die heftig kritisierte Praxis 2013 per Erlass verbieten wollen. Zwei Brütereien klagen dagegen.