Bitcoin und Euro:ETF-Debüt hebt Bitcoin auf Rekordhoch

Die älteste und wichtigste Cyberdevise überwindet erstmals die Marke von 67000 Dollar. Am Devisenmarkt kommt der Euro kaum vom Fleck. Derweil verstärkt sich die Inflation in der Euro-Zone.

Nach dem Debüt des ersten börsennotierten US-Fonds (ETF) für Bitcoin ist die größte und wichtigste die Cyber-Devise auf ein Rekordhoch geklettert. Sie überstieg am Mittwoch die Schwelle von 67 000 Dollar. In der Spitze kostete ein Bitcoin mit 67 017 Dollar 4,3 Prozent mehr als am Vortag. Damit summiert sich das Plus seit Anfang Oktober auf 52 Prozent. Am Dienstag hatte der ProShares Bitcoin Strategy ETF seinen ersten Handelstag an der Wall Street mit einem Plus von 2,5 Prozent abgeschlossen.

Am Devisenmarkt bewegte sich der Euro in einer engen Spanne, konnte seine jüngsten Gewinne aber behaupten. Nach einem Anstieg bis auf 1,1652 Dollar im frühen Handel, notierte die Gemeinschaftswährung am frühen Abend dann wieder etwas tiefer bei 1,1643 Dollar, stand damit aber immer noch leicht über dem Niveau des Vortages. Dem Euro fehlte es an klaren Impulsen. Der Dollar war zuletzt an den Märkten unter Druck geraten. Die erwartete geldpolitische Wende in den Vereinigten Staaten ist offenbar bereits in den Kursen eingepreist. Daher setzte zuletzt eine gewisse Gegenbewegung ein. Weiterhin sind aber Inflationssorgen und die Reaktion der Geldpolitik dominierende Themen am Devisenmarkt. So hat sich die Inflation im September weiter verstärkt und den höchsten Stand seit 13 Jahren erreicht. Die Verbraucherpreise seien gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat nach einer zweiten Schätzung mit und bestätigte damit die erste Erhebung. Im August hatte die Rate noch bei 3,0 Prozent und im Juli bei 2,2 Prozent gelegen. Besonders stark verteuerte sich im September erneut Energie. Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflation von zwei Prozent an. Sie betrachtet den Inflationsanstieg als vorübergehend und verweist auf zahlreiche Sondereffekte, die überwiegend auf die Pandemie zurückgehen. Die EZB-Ratsmitglieder sehen deshalb keinen Grund für Zinserhöhungen.

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