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Uefa-Cup:Der Abend des Michael Thurk

Eintracht Frankfurt ging mit vier Toren vom Platz - der düpierte Gegner Bröndby nur noch mit acht Feldspielern.

Michael Thurk hat Eintracht Frankfurt mit einem Hattrick ein glanzvolles Comeback auf dem internationalen Parkett beschert. Nach dem 4:0 (0:0) im Hinspiel der ersten Uefa-Cup-Runde gegen den dänischen Vizemeister Bröndby Kopenhagen hat der Fußball-Bundesligist beste Aussichten auf den erhofften Einzug in die lukrative Gruppenphase.

Der Frankfurter Michael Thurk erzielt per Foulelfmeter das 1:0. Dem Kopenhagener Torhüter Casper Ankergren entging noch zwei weitere Male ein Torschuss von Thurk.

(Foto: Foto: dpa)

Vor 40.000 Zuschauern erzielte der in der Sommerpause vom FSV Mainz 05 zu den Hessen gewechselte Thurk zwei seiner Treffer per Strafstoß (51./71.), der dritte folgte in der 78. Minute.

Den Schlusspunkt setzte Benjamin Köhler in der 90. Minute. Die Gäste beendeten die Partie mit acht Feldspielern. Henrik Kildentoft und Mark Howard sahen Rot.

Knackpunkt der Partie war die 49. Minute: Bei einem Schuss von Thurk war Bröndy-Keeper Casper Ankergren geschlagen, Verteidiger Kildentoft nahm beim Rettungsversuch die Hand zur Hilfe.

Der englische Schiedsrichter Robert Styles entschied auf Strafstoß und schickte Kildentoft zum Duschen. Sekunden später stürzte Thurk nach einem Schubser von Howard zu Boden.

Styles zögerte nicht und zeigte auch seinem Landsmann Howard Rot. Thurk indes behielt trotz der Unruhe die Nerven, verwandelte den Handelfmeter sicher zur Führung für die Eintracht und erzielte damit sein erstes Pflichtspiel-Tor im Eintracht-Trikot.

20 Minuten später folgte der nächste große Auftritt des 30-Jährigen.

Albert Streit wurde von Ankergren im Strafraum gefoult, Thurk setzte auch den zweiten Elfmeter sicher ins Netz. Nach Flanke von Streit machte der Angreifer in der 78. Minute seinen Dreierpack perfekt.

Köhler schließlich bescherte den Frankfurtern mit seinem späten Tor die perfekte Revanche für das bittere Europapokal-Aus gegen die Kopenhagener vor 16 Jahren. Damals hatte Eintracht das Hinspiel bei Bröndby 0:5 verloren, das 4:1 im Rückspiel reichte nicht mehr zum Weiterkommen.

Diesmal gehen die Hessen mit einem deutlichen Polster in die Partie in Dänemark am 28. September. Einziger Wermutstropfen: Angreifer Ioannis Amanatidis droht wegen einer Fußverletzung länger auszufallen.

Der Grieche, in dieser Bundesliga-Saison mit zwei Treffern bislang einziger Torschütze der Hessen, verletzte sich kurz vor der Pause bei einem der zahlreichen harten Fouls der Dänen, musste ausgewechselt werden und wurde noch während der Partie zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht.

© dpa/Eric Dobias
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