Torontos Basketballer Erstmals im NBA-Finale

Als erstes kanadisches Team stehen die Raptors im Endspiel der NBA und wollen nun den Titel holen. Dort erwartet sie jedoch Golden State, zuletzt fünf Mal Meister.

Als erstes Basketball-Team außerhalb der USA haben sich die Toronto Raptors für das NBA-Finale qualifiziert. Sie treten in der Nacht zu Freitag zum Auftakt der Best-of-seven-Serie gegen die Golden State Warriors an. Torontos Coach Nick Nurse sagte: "Es wird eine große Herausforderung." Angeführt von ihrem erneut überragenden Spieler Kawhi Leonard hatten sich die Raptors mit 100:94 gegen die Milwaukee Bucks durchgesetzt. Dabei hatten sich die Kanadier nach einem 15-Punkte-Rückstand zurück ins Spiel gekämpft. Bucks-Führungsspieler Giannis Antetokounmpo war nach dem Aus des stärksten Teams der Hauptrunde trotz gutem Playoff-Start enttäuscht: "Unsere 2:0-Führung hatte nichts zu bedeuten. Wir müssen es einfach besser machen." Die Raptors-Anhänger trugen mit lautstarker Unterstützung dazu bei, dass ihre Mannschaft die Aufholjagd krönen konnte und nicht zum zweiten Mal nach 2006 im Finale der Eastern Conference scheiterte. "Wir sind noch einen Schritt von unserem großen Ziel entfernt, wir wollen die Meisterschaft holen", sagte Aufbauspieler Kyle Lowry optimistisch, Golden State war zuletzt fünfmal Meister. Doch im Gegensatz zu den Kaliforniern, die 4:0 gegen Portland gewannen, sind die Kanadier im Rhythmus und haben laut Raptors-Chef Masai Ujiri in Leonard "den besten Spieler der Liga" in ihren Reihen. Der 27-Jährige aber sagt: "Mich interessiert nicht, ob ich der beste Spieler bin. Ich will einfach nur mit dem besten Team gewinnen."