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Sport kompakt:1860 gewinnt in Berlin

In letzter Minute gelingt den Löwen ein Erfolg bei Union Berlin, Borussia Dortmund muss ohne Stammkeeper beim FC Bayern antreten, Maria Riesch siegt in der Super-Kombination, Nürnbergs Schieber fällt sechs Wochen aus. Sport kompakt

Kevin Volland hat die Tor- und Siegflaute von 1860 München in der 2. Fußball-Bundesliga beendet. Der 18-jährige Stürmer machte am Freitag mit seinem "goldenen Tor" zwei Minuten vor dem Ende den 1:0 (0:0)-Sieg der Gäste beim 1. FC Union Berlin perfekt. Union blieb vor 14.037 Zuschauern auch im dritten Heimspiel nacheinander ohne Erfolg. 1860 steht mit nun 33 Punkten auf Tabellenrang neun, Union muss sich als Zwölfter mit 29 Zählern weiterhin nach unten orientieren. Die Unioner setzten nach sieben Punkten aus den vorangegangenen drei Spielen zunächst selbstbewusst die Aktzente. Kapitän Torsten Mattuschka, der weiter um einen neuen Vertrag pokert, prüfte erst 1860-Keeper Gabor Kiraly (10.). Dann wurde sein Freistoß von Antonio Rukavina von der Linie geköpft (14.). Kurz danach rettete Union-Keeper Marcel Höttecke gegen den freigespielten Volland. Wie schon bei den zwei Niederlagen zuvor blieb 1860 zunächst ein Tore-Erfolgserlebnis versagt. Der agile Volland brachte die Gastgeber kurz vor dem Ende in arge Probleme - und entschied in der 88. Minute die Partie.

1. FC Union Berlin - TSV 1860 München

Torflaute beendet: Stefan Aigner jubelt mit dem dem Torschützen Kevin Volland.

(Foto: dpa)

Tabellenführer Borussia Dortmund muss im Topspiel der Fußball-Bundesliga am Samstag bei Titelverteidiger Bayern München definitiv auf Torwart Roman Weidenfeller verzichten. Das bestätigte BVB-Pressesprecher Josef Schneck dem SID. Für Weidenfeller, der im Training am Dienstag bei einem Zusammenprall mit Nationalspieler Mats Hummels eine Innenbanddehnung und einen kleinen Kapseleinriss im linken Knie erlitten hatte, steht Reservekeeper Mitchell Langerak bereit. Der 22-Jährige, der vor der Saison für 600.000 Euro von Melbourne Victory nach Dortmund kam, wird sein erstes Bundesligaspiel bestreiten.

Maria Riesch hat sich von der Heim-WM bestens erholt und mit ihrem 19. Erfolg die Führung im Gesamt-Weltcup ausgebaut. Bei der Super-Kombination im schwedischen Are schob sich die zweimalige WM-Dritte von Garmisch-Partenkirchen im Slalom von Platz zwei nach vorne. Lindsey Vonn aus den USA fiel am Freitag als Führende des Super-G auf Rang sechs zurück und liegt nun 216 Punkte hinter Riesch zurück. Zweite wurde Tina Maze aus Slowenien, auf Rang drei kam Doppel-Weltmeisterin Elisabeth Görgl aus Österreich. Viktoria Rebensburg verzichtete nach Rang elf im Super-G auf einen Start im Slalom.

Sechs Monate nach dem Erstrunden-Duell im DFB-Pokal haben der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München und Fünftligist Germania Windeck am Freitag nach mehrstündigen Verhandlungen vor dem DFB-Sportgericht einen Vergleich geschlossen. Demnach zahlt Windeck zur Abgeltung aller Ansprüche an die Bayern eine Summe von 190.000 Euro, wobei der Betrag bis zum 15. März 2011 zu überweisen ist. Bei rechtzeitigem Eingang der Überweisung honoriert dies der Rekord-Pokalsieger im Gegenzug mit einer zweckgebundenen Spende von 10.000 Euro zugunsten der Jugend des TSV Germania Windeck. Der FC Bayern war mit der Abrechnung, die der NRW-Ligist nach dem 0:4 im Kölner WM-Stadion vorgelegt hatte, nicht einverstanden. Die Bayern warfen dem kleinen Klub vor, zu viele Freikarten verteilt zu haben. 41.100 Zuschauer waren zum Duell am 16. August 2010 gekommen. Windeck stellte damit einen Rekord für Amateurmannschaften im DFB-Pokal auf, behauptet aber, der Gewinn sei "gleich null", sollten sich die Bayern mit ihrer Forderung durchsetzen. "Ich glaube, dass beide Vereine mit diesem Vergleich leben können. Keiner der beiden hat sein Gesicht verloren", sagte Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, nach der Verhandlung.

Die Fußball-Bundesliga hat nach elf Jahren den vierten Startplatz in der Champions League zurückerobert. Nach den Erfolgen von Meister Bayern München und dem Bundesliga-Zweiten Bayer Leverkusen im Europacup ist Deutschland mit nun 68,103 Punkten der dritte Platz in der Uefa-Fünf-Jahres-Wertung hinter England (82,928) und Spanien (77,329) nicht mehr zu nehmen. Selbst wenn die italienischen Klubs alle ihre Europacup-Spiele in dieser Saison noch gewinnen sollten, hätte die Serie A (59,981) keine Chance mehr, an der Bundesliga vorbeizuziehen. Nach jetzigem Stand würde die Bundesliga in der Fünf-Jahres-Wertung mit Beginn der Saison 2011/2012 sogar an Spanien vorbeiziehen und den zweiten Platz belegen.

Der aufstrebende Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg muss einen herben Rückschlag hinnehmen: Stürmer Julian Schieber hat sich im Mannschaftstraining am Donnerstag einen Meniskusriss im linken Knie zugezogen. Der 22-Jährige soll am kommenden Montag operiert werden und wird dem Club voraussichtlich sechs Wochen fehlen. Der Verlust Schiebers bedeutet für den Club, der nach vier Siegen in Folge auf einer Erfolgswelle schwimmt, einen herben Dämpfer. Schieber, der in der laufenden Saison von Ligakonkurrenten VfB Stuttgart an Nürnberg ausgeliehen ist, war in 23 Spielen an fast der Hälfte der Nürnberger Tore beteiligt. Sieben Tore hat der Angreifer selbst erzielt, zudem neun Vorlagen gegeben: Das ist zusammen mit Thomas Müller (Bayern München), Arturo Vidal (Bayer Leverkusen) und Christian Tiffert (1. FC Kaiserslautern) Liga-Spitzenwert.

Skeletonpilot Frank Rommel aus Zella-Mehlis hat nach einer furiosen Aufholjagd Bronze bei der Heim-Weltmeisterschaft in Königssee gewonnen. Nach vier Läufen hatte er am Freitag 1,98 Sekunden Rückstand auf den überragend fahrenden Weltcup-Gesamtsieger Martins Dukurs aus Lettland, der seinen ersten WM-Titel gewann. Zweiter wurde der Russe Alexander Tretjakow. Der vor dem Finallauf auf Rang zwei liegende Lokalmatador Mirsad Halilovic fiel nach einem verpatzten Lauf auf Rang fünf hinter dem Winterberger Sandro Stielicke zurück. Junioren-Weltmeister Alexander Kröckel aus Oberhof wurde Achter.

Tischtennis-Profi Timo Boll hat sein Auftakteinzel bei den German Open in Dortmund souverän gewonnen. Der Weltranglistenerste bezwang am Freitag den routinierten Polen Lucjan Blaszczyk vom Bundesligisten Zugbrücke Grenzau mit 4:0 Sätzen und qualifizierte sich ohne größeren Kräfteverschleiß für die zweite Runde am Abend. Bei seinem ersten Auftritt in der Westfalenhalle hatte der Topfavorit mit 11:6, 11:6, 11:6, 11:1 das Geschehen stets unter Kontrolle. Nichts unter Kontrolle hatten die Damen des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB). Alle sieben schieden bereits in der ersten Runde des mit 172.000 Dollar (rund 126.000 Euro) dotierten Turniers raus. Sie hatten durch die Bank gegen Konkurrenz aus Asien das Nachsehen.

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