Randale vor dem Spiel Verletzte in Moabit

In Berlin-Moabit kommt es zu einer Schlägerei zwischen 60 Anhängern der beiden Teams. Dabei sollen Flaschen und andere Gegenstände geflogen sein.

Rund 60 Fußballfans von Hertha BSC und Eintracht Frankfurt sind am Samstagnachmittag in Berlin-Moabit vor dem Bundesliga-Spiel der beiden Teams aneinandergeraten. Dabei seien Flaschen und andere Gegenstände geflogen, teilte die Polizei am Nachmittag mit.

Bei der Auseinandersetzung gab es auch Verletzte, die in Krankenhäuser gebracht wurden, sagte ein Polizeisprecher. Es handele sich dabei nach ersten Erkenntnissen jedoch um "eine niedrige, einstellige Zahl". Die Polizei setzte die Kontrahenten fest und kontrollierte die Personalien. Angaben zu Festnahmen machte der Sprecher zunächst nicht, da der Einsatz am Nachmittag noch nicht abgeschlossen war.

Die Zeitungen Bild und B.Z. hatten von einer verabredeten Massenschlägerei mit bis zu 200 Beteiligten berichtet. Mitten auf der Fahrbahn der Beusselstraße sollen sich die beiden Fan-Gruppierungen geprügelt haben. Dabei habe es mehrere Verletzte und 30 bis 40 Festnahmen gegeben, außerdem sei Pyrotechnik gezündet worden. Die Blätter beriefen sich auf Zeugen. Die Berliner Morgenpost berichtete von zusätzlichen Ausschreitungen in der nahegelegenen Oldenburger Straße. Hertha-Manager Michael Preetz kommentierte die Vorgänge nach dem 2:0 gegen Frankfurt mit großem Bedauern, sagte aber auch, der Verein könne "nichts machen, wenn dies so weit weg vom Stadion passiert, irgendwo on der Stadt". Im Stadion habe man die Situation im Griff gehabt.