Nachholspiel: Frankfurt besiegt Kaiserslautern Tristesse Royal am Betzenberg

Arme Teufel: Seit 13 Spielen ist der 1. FC Kaiserslautern sieglos, Halil Altintop hat am 15. Oktober das letzte Mal getroffen - und nun durfte auch Frankfurt jubeln.

Durch Tore von Markus Weissenberger (50.) und Francisco Copado (58.) gewannen die Hessen am Mittwoch das Nachholspiel im Fritz-Walter-Stadion mit 2:1 (0:0) und schafften mit dem zweiten Auswärtssieg den Sprung in die obere Tabellenhälfte der Fußball-Bundesliga.

Erst fünf Minuten vor dem Ende gelang Jochen Seitz vor 33.815 Zuschauern der Anschlusstreffer für die Pfälzer, die nach dem 13. sieglosen Spiel in Folge Letzter blieben und auf einem Abstiegsplatz überwintern müssen.

"Wir werden die Mannschaft in der Winterpause verstärken, aber es stehen keine Millionen zur Verfügung", sagte der scheidende Vorstandsvorsitzende Rene C. Jäggi.

Drei Tage nach ihrer mit viel Lob bedachten 1:2-Niederlage bei Bayern München fielen die Lauterer in ihren alten Trott zurück und präsentierten sich im Südwest-Derby ideen- und konzeptlos. Dem Wolf-Team fehlten die spielerischen Mittel, um die Hintermannschaft der Hessen ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Bedenkliche Lücken

Zudem wies die Abwehr wieder bedenkliche Lücken auf. Im Angriff gelang es Halil Altintop erneut nicht, seine seit 15. Oktober anhaltende Torflaute zu beenden.

Die Eintracht zeigte die reifere Spielanlage und kam auch durch den Ausfall des angeschlagenen Alexander Meier kurz vor der Pause nicht vom Kurs ab. Kapitän Jermaine Jones sah seine fünfte Gelbe Karte und fehlt den Hessen zum Vorrundenabschluss in Mönchengladbach.

Die Torchancen in einem mit Haken und Ösen geführten Kampfspiel, in dem Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) alle Hände voll zu tun hatte, entsprangen nur selten durchdachten Angriffsaktionen. In der 9. Minute verhinderte die Latte nach einem Pressschlag zwischen Stefan Blank und Alexander Meier die Lauterer Führung.

Wenig später reklamierten die Gastgeber vergeblich einen Elfmeter, als der zehnfache Saison-Torschütze Altintop im Strafraum mit Christoph Spycher aneinander geriet (13.). Bei der besten Offensivszene für die Eintracht vertändelte der mit gellenden Pfiffen bedachte Ex-Lauterer Ioannis Amanatidis den Ball gegen Marcelo Pletsch (35.).

Immerhin: Ein Tor für Seitz

Fünf Minuten nach Wiederanstoß gerieten die Lauterer nach der bis dahin besten Kombination des Spiels in Rückstand. Der für Meier eingewechselte Österreicher Weissenberger nahm ein Zuspiel von Chris auf und vollstreckte zum 0:1.

Acht Minuten später war die schwächste Abwehr der Liga in Gestalt von Fabian Schönheim erneut nicht im Bilde und Copado bedankte sich mit dem zweiten Treffer.

Zwar bäumten sich die Lauterer noch einmal gegen die Niederlage auf, schafften aber nur noch den Anschluss durch Seitz, der im Nachschuss erfolgreich war.