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Fußball-WM 1978:Cruyff enthüllt Entführungsversuch

Fußball-Legende Johan Cruyff hat preisgegeben, dass er vor der WM 1978 fast Opfer einer Entführung geworden wäre. Auch deshalb verzichtete er auf die Teilnahme.

Laut Aussage des früheren Fußballstars Johan Cruyff habe der Zwischenfall in seiner Wohnung in Barcelona im Jahr 1977 maßgeblich dazu beigetragen, dass er auf eine Teilnahme an der WM verzichtet habe, sagte der Niederländer dem spanischen Sender Catalunya Ràdio.

Fußballstar Johan Cruyff stand nach dem Zwischenfall monatelang unter Polizeischutz.

(Foto: Foto: AP)

Cruyff absolvierte damals seine letzte Spielzeit als Profi in Diensten des FC Barcelona. "Man hielt mir ein Gewehr an den Kopf, meine Frau war gefesselt, und unsere Kinder mussten all das miterleben", sagte der Niederländer nach Presseberichten vom Mittwoch.

Aufgrund dieses Zwischenfalls sei sein Wohnhaus monatelang unter Polizeischutz gestellt worden. Die Kinder seien auf dem Weg zur Schule von Leibwächtern bewacht worden. "In solchen Momenten zählen andere Werte im Leben", sagte Cruyff.

Er widersprach damit Berichten, wonach die Familie seiner Frau ihn zu einem WM-Verzicht gedrängt haben soll. Er machte keine Angaben darüber, wie er sich aus der Gewalt der Kidnapper befreien konnte. Die Niederlande gelangten 1978 bis ins WM-Finale, verloren aber das Endspiel gegen den Gastgeber Argentinien 1:3 nach Verlängerung.

© sueddeutsche.de/dpa/mb
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