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Fußball in Italien:Juventus steht einen Sieg vor dem Scudetto

Torino FC vs Juventus FC

Wertvoll wie nie: Arturo Vidal bei Juventus Turin.

(Foto: dpa)

Dank später Tore gewinnt Juventus Turin das Stadtderby gegen Torino und steht kurz vor der Titelverteidigung, der FC Arsenal muss um die Qualifikation für die Champions League bangen, Rafael Nadal gewinnt das Tennis-Turnier in Barcelona, wo er seit 2003 unbesiegt ist.

Fußball in Italien: Juventus Turin kann den Champagner für die Meisterfeier in der italienischen Fußballliga kalt stellen. Der Spitzenreiter gewann 2:0 im Derby gegen den FC Turin. Dank der späten Tore von Arturo Vidal (86. Minute) und Claudio Marchisio (90.+2) können die Turiner am kommenden Wochenende aus eigener Kraft den "Scudetto" sichern. Diesmal verhinderte noch der SSC Neapel die Meisterfeier, der Tabellenzweite siegte bei Pescara Calcio mit 3:0. Vier Spieltage vor Ende der Serie A führt Juve (80 Punkte) weiterhin mit elf Punkten vor Neapel (69).

Hinter dem Spitzenduo untermauerte der AC Florenz (61) mit einem 3:0-Sieg bei Sampdoria Genua (38) seine Ambitionen auf die Qualifikationsrunde zur Champions League. Auch der Tabellenfünfte AS Rom (55) siegte gegen Siena klar mit 4:0. Die Römer, für die Pablo Daniel Osvaldo gleich dreimal traf, behaupteten damit den einen Punkt Vorsprung auf Udinese Calcio (54), das in Cagliari am Samstag mit 1:0 gewonnen hatte. Inter Mailand (53) fiel dagegen durch eine 0:1-Niederlage in Palermo zurück. Die Mailänder rangieren aber weiterhin einen Zähler vor dem Tabellenachten Lazio, dessen Talfahrt weiter anhält. Der Klub des deutschen Nationalstürmers Miroslav Klose kam am Sonntag in Parma nicht über ein 0:0 hinaus. Die Römer drohen damit den Einzug in Europa League zu verpassen.

Bundesliga Nach Schlusspfiff beginnt die Zeit der Bodyguards
FC Bayern gewinnt gegen Freiburg

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Hoeneß, Götze, Barcelona - irgendwie langweilig mutet da das 1:0 des FC Bayern gegen den SC Freiburg an. Doch nach Spielende besucht der Präsident die Spieler in der Kabine und befeuert Spekulationen. Das neueste Gerücht: Nächste Woche wird noch verrückter als diese.   Aus dem Stadion von Lisa Sonnabend

Fußball in England: Mit Startelf-Rückkehrer Lukas Podolski hat der FC Arsenal hat einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze erlitten. Gegen den schon feststehenden englischen Fußballmeister Manchester United kamen die Gunners am 35. Spieltag im heimischen Emirates Stadium nur zu einem 1:1 (1:1). Damit verlor das Team von Trainer Arsène Wenger am Sonntag mit nun 64 Punkten den dritten Platz an den FC Chelsea (65), der zudem eine Nachholpartie gegen den Tabellenfünften Tottenham Hotspur (62) in der Hinterhand hat. Für Arsenal erzielte Theo Walcott die schnelle Führung in der 2. Minute. Doch ausgerechnet der frühere Gunners-Torschützenkönig Robin van Persie konnte bei seiner ersten Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte für United ausgleichen (44./Foulelfmeter). Der niederländische Liga-Topscorer erhöhte sein Torekonto auf 25. In Abwesenheit des rotgesperrten Arsenal-Angreifers Olivier Giroud war Podolski erstmals seit dem 24. Spieltag in der Premier League wieder in die Anfangself gerückt. Der Ex-Kölner wurde in der 71. Minute nach einem unspektakulären Auftritt ausgewechselt. Sein Nationalmannschaftskollege Per Mertesacker spielte in der Innenverteidigung der Nord-Londoner wie gewohnt durch.

Volleyball der Männer: Die Berlin Volleys stehen kurz vor ihrer fünften deutschen Volleyball-Meisterschaft. Der Titelverteidiger gewann am Sonntag das zweite Playoff-Finalspiel bei Rekordmeister VfB Friedrichshafen vor 4000 Zuschauern in der ausverkauften ZF-Arena mit 3:1 (17:25, 25:23, 25:21, 25:20) und führt in der Best-of-Five-Serie mit 2:0. Auch das Auftaktmatch hatten die Volleys vor einer Woche mit 3:1 für sich entschieden und können bereits in der dritten Partie am Donnerstag in Berlin alles klar machen. Friedrichshafen droht damit die erste titellose Saison seit 15 Jahren sowie unter seinem Trainer Stelian Moculescu.

Tennis der Männer: Rafael Nadal hat zum achten Mal in neun Jahren das ATP-Turnier in Barcelona gewonnen. Im Endspiel des mit gut 1,7 Millionen Euro dotierten Turniers setzte sich der 26-jährige Mallorquiner souverän mit 6:4, 6:3 gegen seinen spanischen Landsmann Nicolas Almagro durch und durfte sich neben seinem 54. Triumph auf der ATP-Tour auch noch über 389.300 Euro als Siegprämie freuen. Almagro, der im Halbfinale den Augsburger Philipp Kohlschreiber mit 6:2, 6:1 ausgeschaltet hatte, erhielt noch 177.500 Euro. Nadal ist damit im Real Club de Tennis de Barcelona seit 2003 ungeschlagen. Der Sieg gegen Almagro, gegen den er in zehn Duellen noch nie verloren hat, ist sein 39. in Folge. Nadal hat in seinen sechs Turnieren des Jahres stets das Finale erreicht. Zweimal - beim Comeback nach siebenmonatiger Verletzungspause in Vina del Mar und vergangene Woche in Monte Carlo - ging er als Verlierer vom Platz. Siege feierte er außer in Barcelona noch in Sao Paulo, Acapulco und Indian Wells.

Die Fußballgötter

Lewandowski will weg

Tennis der Frauen: Die ehemalige French-Open-Siegerin Francesca Schiavone (32) hat das WTA-Turnier in Marrakesch (Marokko) gewonnen und den sechsten Titel ihrer Karriere gefeiert. Im Finale der mit knapp 180.000 Euro dotierten Sandplatz-Veranstaltung setzte sich die an Nummer sechs gesetzte Italienerin gegen Lourdes Dominguez Lino aus Spanien mit 6:1, 6:3 durch.

Badminton: Die EM-Zweite Juliane Schenk (EBT Berlin) hat am Sonntag das Endspiel der India Open in Neu Delhi verloren. Die Weltranglistenvierte unterlag bei dem mit 200.000 US-Dollar dotierten Super-Series-Turnier gegen die Thailänderin Intanon Ratchanok nach 45 Minuten mit 20:22, 14:21. Im ersten Satz konnte die Deutsche, die zum fünften Mal im Endspiel eines Super-Series-Turniers stand, sieben Satzbälle abwehren und einen Rückstand von 13:20 auf 20:20 ausgleichen, ehe die junge Thailänderin den Satz doch gewann. Die Asiatin konnte die Deutsche seit den Olympischen Spielen in London nun bereits zum sechsten Mal bezwingen.

Frauenfußball: Die Fußball-Frauen des 1. FFC Frankfurt haben die Meisterfeier von Tabellenführer VfL Wolfsburg vertagt. Mit einem 2:0 (1:0) im Bundesliga-Topspiel festigten die Hessen den zur Champions-League-Teilnahme berechtigenden zweiten Platz und rückten bis auf drei Punkte an den Rivalen heran. Vor 3240 Zuschauern erzielten Kerstin Garefrekes in der 14. Minute und Saskia Bartusiak (50.) die Treffer für die Frankfurterinnen, die im dritten Spiel unter Interimstrainer Sascha Glass den dritten Sieg landeten. Im Titelkampf hält Wolfsburg trotz der zweiten Saisonniederlage weiter alle Trümpfe in der Hand. Der VfL, der im DFB-Pokalfinale am 19. Mai gegen Turbine Potsdam und im Endspiel der Champions League vier Tage später gegen Titelverteidiger Olympique Lyon sogar das Triple schaffen kann, hat ein Spiel weniger ausgetragen und die wesentlich bessere Tordifferenz als der Verfolger. In einer abwechslungsreichen Partie hatten die Gäste in der ersten Halbzeit zweimal Pech, als Anna Blässe (8.) und Conny Pohlers (31.) nur das Torgestänge trafen. Insgesamt war der Erfolg für Frankfurt aber verdient.

2. Bundesliga: Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue hat drei Spieltage vor Saisonende Cheftrainer Karsten Baumann und dessen Assistenten Marco Kämpfe beurlaubt. Das gab der Verein am Sonntagvormittag nach einer kurzfristig anberaumten Vorstandssitzung bekannt. Die Sachsen waren nach einem 0:0 am Samstag gegen den MSV Duisburg auf Tabellenplatz 15 abgerutscht und haben drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Ein Baumann-Nachfolger soll am Montag bekanntgegeben werden. Im Gespräch ist der frühere Hertha-Trainer Falko Götz.

Beachvolleyball: Katrin Holtwick und Ilka Semmler haben bei den Fuzhou Open den dritten Platz belegt. Beim Saisonstart der World Tour in China setzten sich die Olympianeunten aus Essen im Spiel um Platz drei gegen die Niederländerinnen Sophie van Gestel/Madelein Meppelink mit 2:0 (21:17, 21:18) durch. "Das ist unser erstes Turnier in diesem Jahr, und wir hätten nie gedacht, dass wir so gut in diese Saison starten", sagte Semmler. "Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Es war kein schönes Spiel, da viele Fehler passiert sind", sagte Holtwick. Zuvor hatte das an Nummer fünf gesetzte Duo im Halbfinale gegen die topgesetzten Lokalmatadorinnen und späteren Turniersiegerinnen Xue Chen und Zhang Xi 0:2 (15:21, 14:21) verloren.

In der Männer-Konkurrenz sicherten sich Sean Rosenthal und Philipp Dalhausser aus den USA durch ein 2:0 (21:18, 24:22) gegen Nicolai Paolo/Daniele Lupo den Turniersieg. Als letzte deutsche Vertreter waren die Hamburger Sebastian Dollinger und Stefan Windscheif im Viertelfinale gescheitert. Olympiasieger Julius Brink war mit seinem neuen Partner Sebastian Fuchs früh ausgeschieden.

Boxen: Profiboxer Jürgen Brähmer bleibt Europameister. Der 34 Jahre alte Halbschwergewichtler verteidigte in der Nacht zum Sonntag in der Sporthalle Hamburg seinen im Februar errungenen Titel mit einem K.o.-Sieg in der zweiten Runde über den Franzosen Tony Averlant.

Für den ehemaligen WBO-Weltmeister aus Schwerin war dies der 40. Sieg in seinem 42. Profikampf. Der Herausfordererer musste bereits die achte Niederlage in seinem 28. Profifight hinnehmen. Die erfolgreiche Titelverteidigung hat dem Schützling von Trainer Karsten Röwer die Tür zu einer neuen WM-Chance geöffnet. Für Brähmer steht aller Voraussicht noch in diesem Jahr ein WM-Kampf gegen WBO-Champion Nathan Cleverly an. Beide sollten bereits 2011 gegeneinander boxen. Brähmer sagte aber verletzungsbedingt ab. Die WBO entzog dem Deutschen daraufhin den WM-Gürtel und sprach ihn kampflos dem Waliser zu, der ihn seitdem nicht mehr her gab und zuletzt am 23. März gegen Robin Krasniqi aus München verteidigte.

Brasilien, Fußball: Über zweieinhalb Jahre nach seiner Schließung fallen in Rios legendärem Maracanã-Stadion wieder Tore: Den ersten Treffer im "Neuen Maracanã" erzielte bei einem Probespiel am Samstagabend der brasilianische Ex-Nationalspieler Washington (38), der nach seinem Treffer den Rasen küsste. Das Tor fiel in der 16. Minute in der Partie zwischen den All-Star-Teams um Ronaldo und Bebeto. Bebeto lieferte die Vorlage zum Premierentor.

Es war das erste Spiel in dem komplett sanierten Stadion, das zunächst nur zu 30 Prozent ausgelastet war. Auf den Rängen saßen über 8000 Bauarbeiter und ihre Familien und Freunde. Auch Präsidentin Dilma Rousseff waren anwesend. Offiziell wird das Maracanã am 2. Juni mit dem Testspiel zwischen Brasilien und England eröffnet. In dem Stadion werden die Finalspiele des Confederations Cups und der WM 2014 ausgetragen.

Basketball, Bundesliga: Bereits im Playoff-Viertelfinale der Basketball-Bundesliga kommt es zum Gipfeltreffen zwischen Bayern München und Alba Berlin. Die Berliner sicherten sich im letzten Saisonspiel durch einen 75:74-Zittersieg gegen BBC Bayreuth den fünften Tabellenplatz und müssen am Samstag (17.05 Uhr) zunächst in München antreten. Große Spannung versprechen auch die anderen Serien in der ersten Playoff-Runde. Titelverteidiger und Spitzenreiter Brose Baskets Bamberg bekommt es mit dem Überraschungsteam von Phoenix Hagen zu tun, die EWE Baskets Oldenburg treffen auf die Telekom Baskets Bonn. Ulm, Tabellendritter nach 34 Spieltagen, misst sich mit den Artland Dragons. Die letzten beiden Tickets für die K.-o.-Runde holten sich Bonn und Hagen. Die Telekom Baskets rangen auch ohne ihren zuvor wegen positiver Werte des Cannabis-Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) fristlos entlassenen Topscorer Robert Vaden Bayern München nach Verlängerung mit 103:98 nieder. Die Neckar Riesen Ludwigsburg steigen derweil als zweiter Club neben den LTi Gießen 46ers ab. Die Ludwigsburger verloren das Alles-Oder-Nichts-Spiel bei den Fraport Skyliners Frankfurt mit 72:77, wodurch sich die Hessen ihrerseits den Klassenverbleib sicherten.

Handball, Champions League: Der deutsche Handball-Meister THW Kiel darf in der Champions League weiter auf die erfolgreiche Titelverteidigung hoffen. Durch einen 29:28 (12:14)-Sieg im Viertelfinal-Rückspiel beim ungarischen Serienmeister MKB Veszprem erreichte der deutsche Rekordchampion das Final Four in Köln am 1. und 2. Juni. Das Hinspiel hatte der THW in heimischer Halle bereits mit 32:31 gewonnen. Dabei sah es für die Kieler vor über 5000 lautstarken Fans in Veszprem lange nicht gut aus. Die Gäste lagen schnell 1:5 zurück und gingen mit einem 12:14 in die Pause. Erst nach einem 16:19-Rückstand (39.) zogen die Norddeutschen an, drehten das Spiel und verteidigten die Führung bis zum Schluss. Der dreimalige Champions-League-Sieger ist damit seit 2010 der erste Vorjahressieger, der das Final Four erreicht hat. Am Sonntag wird mit dem HSV Hamburg oder der SG Flensburg-Handewitt noch ein zweiter Bundesligavertreter das Final-Four-Turnier erreichen. Das Hinspiel hatten die Hamburger in Flensburg mit 32:26 gewonnen.