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Europaspiele:Durchwachsene Bilanz in Minsk

Auftrag erfüllt, alle Olympia-Plätze gesichert: "Wir reisen mit ganz breiter Brust nach Hause", sagte Richard Prause, der Sportdirektor des Deutschen Tischtennis-Bundes, als zum Abschluss der Europaspiele am Wochenende das Männerteam gegen Schweden und die Frauen gegen Rumänien jeweils mit 3:0-Siegen Gold geholt hatten. Mit vier von fünf möglichen Goldmedaillen, mit Tokio-Startplätzen für beide Teams und damit auch für je zwei Einzelspieler sowie im Mixed haben die Tischtennisspieler das Beste aus der Woche in Minsk gemacht. 25 Medaillen, davon sieben goldene, holte die Delegation des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bei der zweiten Auflage der Europaspiele. "Wir hätten sicherlich gern die eine oder andere Medaille mehr gehabt", sagte Delegationsleiterin Uschi Schmitz. Eine Vorgabe hatte der DOSB, der vor vier Jahren in Baku 66 Podestplätze erreicht hatte, nicht formuliert. Neben der Abteilung Tischtennis durften die Kanuten, Boxer und Ringer zufrieden sein. Die Schützen lieferten ein durchwachsenes Resultat, die Judokas enttäuschten.

Ansonsten bleiben die Europaspiele sportlich und politisch hoch umstritten. Stephan Mayer, der als Parlamentarischer Staatssekretär im Innenministerium die Bundesregierung in Minsk vertrat, sah es als ein "bedauerliches und unglückliches Signal" an, dass das autokratisch geführten Weißrussland kurz vor Beginn der Spiele die Todesstrafe vollstrecken ließ. Er sprach zudem von "Verbesserungsbedarf, was die Themen der Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte angeht".

© SZ vom 01.07.2019 / dpa
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