Läufer Äthiopier dominieren Boston-Marathon

Berhanu Lemi gewinnt den Boston-Marathon in 2:12:45 Stunden.

(Foto: dpa)

Erstmals in 120 Jahren feiern die äthiopischen Athleten einen Doppelsieg. Karim Bellarabi bleibt in Leverkusen. Anna-Lena Friedsam startet erfolgreich ins Tennis-Turnier in Stuttgart.

Boston-Marathon: Die äthiopischen Langstreckenläufer haben beim Boston-Marathon erstmals in der 120-jährigen Geschichte der Veranstaltung einen Doppelerfolg gefeiert. Berhanu Lemi setzte sich nach 2:12:45 Stunden gegen seine Konkurrenten durch. Für den 21-Jährigen war es der erste Truimph bei einem der wichtigsten Marathons der Welt. Lemi verwies seinen Landsmann und zweimaligen Boston-Sieger Lelisa Desisa auf Platz zwei. Beide hatten sich am berühmten Heartbreak-Hill-Anstieg aus der Spitzengruppe gelöst. Lemi zog wenige Kilometer vor dem Ziel noch einmal an, Desisa konnte angesichts der Tempoverschärfung nicht mehr folgen und musste abreißen lassen. Yemane Tsegay komplettierte als Dritter das Podium für die Äthiopier.

Bei den Frauen überquerte Atsede Baysa nach 2:29:18 Stunden als Erste die gelb-blaue-Ziellinie auf der Boylston Street. Die 29-Jährige trug sich als vierte Äthiopierin in die Siegerliste ein. Knapp acht Kilometer vor dem Ziel hatte die zweimalige Gewinnerin des Chicago-Marathons noch 37 Sekunden Rückstand auf die Äthiopierin Tirfi Tsegaye und Joyce Chepkirui aus Kenia, lief aber letztlich zu einem ungefährdeten Sieg. Tsegaye wurde Zweite (2:30:03), Chepkirui (2:30:50) kam auf Rang drei.

Fußball-Bundesliga: Nationalspieler Karim Bellarabi wird den Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen trotz einiger Angebote aus dem Ausland nicht verlassen. "Ich werde definitiv auch in der nächsten Saison für Bayer 04 spielen", sagte der 26-Jährige in einem Interview auf der Vereins-Homepage. Offensivspieler Bellarabi hat im Rheinland noch einen Vertrag bis 2020, als einer von drei Spielern neben Torhüter Bernd Leno und Kapitän Lars Bender aber eine Ausstiegsklausel. Diese müsste in allen Fällen bis zum 30. April gezogen werden. "Es stimmt, dass ich interessante Anfragen aus der Premier League und auch aus Spanien hatte", erklärte Bellarabi: "Aber wir haben hier in den vergangenen Jahren etwas Tolles aufgebaut, zu dem auch ich persönlich einiges beitragen konnte. Und ich bin der Ansicht, dass wir erst am Anfang einer Entwicklung stehen. Ich habe totales Vertrauen in unseren Trainer Roger Schmidt, gemeinsam mit ihm und der Mannschaft möchte ich den nächsten Schritt machen."

Tennis in Stuttgart: Anna-Lena Friedsam hat beim Tennis-Turnier in Stuttgart als erste deutsche Spielerin die zweite Runde erreicht. Die 22-Jährige gewann bei der mit 759 000 Dollar dotierten Sandplatz-Veranstaltung gegen Johanna Konta aus Großbritannien mit 6:3, 6:3. Die deutsche Meisterin benötigte nur 77 Minuten für ihren Erfolg. Sie trifft jetzt auf die Spanierin Carla Suarez Navarro oder eine Qualifikantin.

Für Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber beginnt das topbesetzte Event erst am Mittwoch. In der ersten Runde hat die deutsche Nummer eins, die im vergangenen Jahr im Finale gegen Caroline Wozniacki aus Dänemark gewann, ein Freilos. Trotz der strapaziösen Fed-Cup-Woche geht die Kielerin voller Elan in den Porsche Tennis Grand Prix. "Stuttgart ist ein ganz wichtiges Turnier für mich, bei dem ich mein bestes Tennis spielen möchte und meinen Titel verteidigen will", sagte Kerber am Montag. "Meine Familie ist hier, auch einige Freunde kommen. Das ist immer etwas ganz Besonderes", sagte die Weltranglisten-Dritte.

Motorrad: Der erste spektakuläre Wechsel in der Motorrad- Weltmeisterschaft für die nächste Saison ist perfekt. Weltmeister Jorge Lorenzo aus Spanien verlässt Yamaha und heuert bei Ducati an. Das wurde am Montag vertraglich fixiert und von beiden Rennställen bekanntgegeben. Neun Jahre fuhr Lorenzo für den japanischen Hersteller und feierte mit ihm drei Titel in der Königsklasse MotoGP. Ducati hofft, mit Lorenzo den ersten WM-Titel seit Casey Stoner 2007 anzupeilen und mit dem Spanier regelmäßig um Siege zu kämpfen. Dass das schwierig werden kann, erlebten die Italiener mit Valentino Rossi. Der Superstar der MotoGP konnte 2011/2012 die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Das schafften auch einige seiner Vorgänger auf der Ducati wie Nicky Hayden oder Sete Gibernau nicht. In der vergangenen Saison gelang es Ducati, die Maschine weiterzuentwickeln und damit konkurrenzfähiger zu machen. Das zeigten sie auch in den ersten drei Rennen dieses Jahres. Allerdings erwiesen sich die beiden derzeiitgen Piloten, Andrea Dovizioso und Andrea Iannone (beide Italien), als noch zu unbeständig. Wer von ihnen den Platz für Lorenzo räumen muss, soll der weitere WM-Verlauf zeigen.