DOSB-Nachfolge:Gegenkandidat für Weickert

Tischtennis-Funktionär Thomas Weikert bekommt bei der Kandidatur als Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) in jedem Fall einen Gegenkandidaten. Am Dienstag hat Stefan Klett, der Präsident des Landessportbunds Nordrhein-Westfalen, die Aufstellung eines Teams für die DOSB-Wahlen angekündigt, "in dem die Interessen der Landessportbünde sehr wahrnehmbar vertreten sein werden". Klett reagierte damit auf die Unterstützung von 14 Spitzenverbänden für Weikert, von der die SZ am Montag berichtet hatte.

Wen die Gruppe um Klett ins Rennen um das Spitzenamt im Sport-Dachverband schickt, ist nicht bekannt. Klett selbst, dem Ambitionen auf die Nachfolge von Alfons Hörmann nachgesagt worden waren, drängt es laut eigener Aussage nicht in die erste Reihe. Er werde "Mitglied des Teams sein, das für eine erfrischende, effektive und schlagkräftige Richtung und nicht für ein Weiter-so stehen wird", sagte er dem Sportinformationsdienst. Inhalte seien nun wichtiger als Namen. "Das Prozedere darf nicht so aussehen, dass der erste Kandidat mit Stimmpaketen im Rücken durch die öffentliche Wirkung gesetzt ist."

Der DOSB sucht eine neue Führung, nachdem Alfons Hörmann angekündigt hatte, sein Amt niederzulegen. Vorausgegangen war eine Empfehlung der DOSB- Ethikkommission, die nach Vorwürfen in einem anonymen Brief ("Kultur der Angst") die Neuwahlen angeregt hatte. Alle Präsidiumsmitglieder werden zunächst bis 2022 gewählt.

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